„Wir wollen in Rheinland-Pfalz Perspektiven für klimaschonende Mobilität schaffen und gehen davon aus, dass dies auch im Sinne der DB AG ist“, so Verkehrsstaatssekretär Andy Becht. „Eine Stilllegung wäre das falsche Signal, solange es eine Chance geben kann, die Strecke wirtschaftlich zu betreiben. Ich bin zuversichtlich, dass auch auf Bundesebene Anstrengungen für mehr Schienenverkehr unternommen werden und die DB als Partner für den Infrastrukturbetrieb der Eifelquerbahn zur Verfügung stehen wird“, sagte Becht.
Gemeinsam mit den Kommunen und dem zuständigen Zweckverband prüft das Land Rheinland-Pfalz, ob die Eifelquerbahn von Kaisersesch nach Gerolstein für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) reaktiviert werden kann. Es wurde bereits vereinbart, eine Machbarkeitsstudie auf den Weg zu bringen. Bei einem positiven Nutzen-Kosten-Verhältnis soll die weitere Planung angestoßen werden. Es soll eine Finanzierung über das neue Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes angestrebt werden.
„Wir streben mindestens einen täglichen 60-min-Takt eines schnellen RE in der Verbindung Gerolstein – Daun – Kaisersesch – Mayen – Andernach – Koblenz mit attraktiven Fahrzeiten an“, so Becht in seinem Schreiben. Auf Basis dieser Angebotskonzeption werde nun in einer ersten Grobplanung der technische Bedarf für die Strecke ermittelt.
Die Eifelquerbahn im Abschnitt Kaisersesch - Gerolstein ist im Eigentum der DB Netz AG und derzeit nicht in Betrieb. Auf der gesamten Eifelquerbahn Andernach - Gerolstein müssten ein modernes digitales Stellwerk errichtet, zahlreiche geschwindigkeitserhöhende Maßnahmen umgesetzt sowie neue Stationen gebaut werden. „Dazu brauchen wir die DB als Eigentümer der Strecke, um in der Region neue Perspektiven für klimaschonende Mobilität von Bürgern und Touristen zu eröffnen“, so der Staatssekretär.
Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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