Innovationsförderung
Für die Unternehmen sind Innovation – die Umsetzung aktueller Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik in marktgängige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen – ein zentraler Erfolgsfaktor für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Für Rheinland-Pfalz sind Innovationen entscheidend dafür, Wohlstand und Arbeitsplätze auch in Zukunft sichern und ausbauen zu können. Denn Innovationen sind die Triebfeder für Investitionen, Produktivität und Beschäftigung. Sie tragen entscheidend dazu bei, die Zukunftsfähigkeit unserer Sozialsysteme zu sichern.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Umsetzungsgeschwindigkeit technologischer Neuerungen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen. Die einzelbetrieblichen Innovationsförderprogramme des Landes unterstützen dabei als abgestuftes Instrumentenbündel zielgerichtet innovative, technologieorientierte Unternehmen von der Gründung über die Start Up- und Wachstums-Phase bis hin zur Festigung. Die Programme sind technologie- und branchenoffen gestaltet. Im Einzelfall wird die jeweils sinnvolle Bündelung von Instrumenten bis hin zu denen der allgemeinen Wirtschaftsförderung aktiv unterstützt.
Das Thema Technologietransfer in KMU adressieren insbesondere das Einzelbetriebliche Innovations- und Technologieförderungsprogramm Rheinland-Pfalz - InnoTop - und das Technologieberatungsprogramm BITT. Im Programm InnoTop wurde das Fördermodul InnoStart neu eingeführt. Mit diesem Modul wird das Ziel verfolgt, kleine und mittlere Unternehmen durch niedrigschwellige Einstiegsprojekte anzuregen, mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu kooperieren, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen und damit letztlich den Wissenstransfer zu verstärken.
Der Technologietransfer in Form von Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird unterstützt durch den Innovationsfonds Rheinland-Pfalz.
Enterprise Europe Network
Das Enterprise Europe Network ist ein europaweites Beratungsnetzwerk für Fragen rund um Europa und den europäischen Binnenmarkt. Mit rund 600 Partnerorganisationen in 54 Ländern ist das Enterprise Europe Network der regionale Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für Forschungseinrichtungen.
Über das gemeinsame Netzwerk Rheinland-Pfalz/Saarland mit Standorten in Kaiserslautern, Trier und Saarbrücken werden praktische Unterstützung bei Fragen zu europäischen Richtlinien und Verordnungen sowie zur Organisation von Geschäfts-, Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften in Europa sowie außereuropäischer Länder gegeben. Das Enterprise Europe Network organisiert weltweit Kooperationsbörsen und Delegationsreisen mit dem Anspruch, zeit- und kosteneffizient internationale Geschäftskontakte zu knüpfen. Die Meetings werden speziell für Kunden des Enterprise Europe Network organisiert, auch werden die Teilnehmer/innen von Kooperationsbörsen bei der Vorbereitung ihrer Gespräche unterstützt.
Darüber hinaus verfügt das Netzwerk über eine länderübergreifende Kooperationsdatenbank und über enge Verbindungen nach Brüssel. Damit ist Forschungseinrichtungen und kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit gegeben, sich über ihren regionalen Ansprechpartner aktuelle Informationen einzuholen und Feedback an die Europäische Kommission zu formulieren.
Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie hier.
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Der Wachstumsfonds Rheinland-Pfalz stellt innovativen Start-ups und kleinen mittelständischen Unternehmen mit einem Gruppenumsatz bis zu 75 Mio. EUR und einer Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz Wagniskapital in Form von offenen und stillen Beteiligungen zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen und die finanziellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Expansion zu stärken. Der Fonds richtet sich an Unternehmen mit einem skalierbaren Geschäftsmodell, deren Eintragung in das Handelsregister grundsätzlich mindestens fünf Jahre zurückliegt.
Bei der Bewertung, ob Beteiligungen aus dem Wachstumsfonds an antragstellende Unternehmen begeben werden können, fließen im Rahmen einer Gesamtbetrachtung folgende Kriterien ein:
- Vorhandensein eines innovativen Geschäftsmodells bzw. Produktportfolio;
- Erreichen einer Umsatzgröße von in der Regel mindestens 5 Mio. EUR p.a.;
- Beschäftigtenanzahl von in der Regel mindestens 25 VZÄ;
- Signifikantes Beschäftigten- und Umsatzwachstum über die vergangenen drei abgeschlossenen Geschäftsperioden.
Die bereitgestellten Mittel können für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Markteinführung von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen sowie für Maßnahmen zur Erschließung neuer Märkte und den Aufbau neuer Geschäftsfelder (einschließlich Investitionen) eingesetzt werden.
Die Mittel des Wachstumsfonds Rheinland-Pfalz werden vom Land Rheinland-Pfalz und der Bundesrepublik Deutschland aus dem Programm „RegioInno-Growth“ als Baustein des Zukunftsfonds sowie dem ERP-Sondervermögen bereitgestellt.
Bemessungsgrundlage der Förderung
Eine Beteiligung setzt voraus, dass die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert ist. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit und das Innovationspotenzial des Unternehmens müssen nachgewiesen werden.
Der Fonds begibt unter Berücksichtigung des Europäischen Beihilferechts Beteiligungen gemeinsam mit privaten Wirtschaftsbeteiligten ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen. Insofern sind bei jeder Beteiligung des Fonds private Investitionen von mindestens 34 % erforderlich (pari-passu-Finanzierung).
Umfang der Förderung
Die Beteiligung an einem Zielunternehmen hat grundsätzlich eine Höchstgrenze von 2,0 Mio. EUR, die gegebenenfalls auch in mehreren Finanzierungsrunden zur Verfügung gestellt werden kann.
Konditionen
Die Beteiligungen erfolgen ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen. Sie können als offene und/oder stille Beteiligungen gewährt werden. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach der individuellen Risikobewertung und wird im Beteiligungsvertrag festgelegt.
Antragsverfahren
Die Antragstellung erfolgt bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Informationen zur Antragstellung finden Sie über die Internetseite der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz: Wachstumsfonds Rheinland-Pfalz
Ansprechpartner im Ministerium
Dirk Rosar
Telefon: 06131/16-2249
Dirk.Rosar(at)mwvlw.rlp.de
Samuel Yovogan
Telefon: 06131/16-2781
Samuel.Yovogan(at)mwvlw.rlp.de
Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie hier.
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Betriebsberatungsprogramm Rheinland-Pfalz
Im Rahmen des Betriebsberatungsprogramms sind die Kosten für die Inanspruchnahme externer betrieblicher Beratungsleistungen in den Bereichen
a) Betriebswirtschaft, Organisation, Strategie
b) Digitalisierung, Künstliche Intelligenz
c) Produkt- und Kommunikationsdesign
d) Wissens- und Technologietransfer, Innovation
e) Existenzgründung
f) Unternehmensübernahme.
förderfähig.
Die Beratungen sollen unternehmerische Entscheidungen vorbereiten, konkrete Verbesserungsvorschläge entwickeln sowie zusammen damit Anleitungen zur Umsetzung in der Betriebspraxis geben. Sie sollen Entscheidungshilfen für die Vorbereitung und Durchführung eines beabsichtigten Vorhabens geben.
Zuwendungsempfänger für Beratungen nach Buchst. a) bis d) sind kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (gemäß KMU-Definition) der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz.
Zuwendungsempfänger für Beratungen nach Buchst. e) und f) sind natürliche Personen vor Gründung einer selbstständigen Vollexistenz (Existenzgründung) oder vor Übernahme eines bestehenden Betriebs (Unternehmensübernahme). Sind an der Gründung eines Unternehmens mehrere Personen beteiligt, so kann die Förderung nur für eine Beratung gewährt werden. Die (geplante) Betriebsstätte muss sich in Rheinland-Pfalz befinden.
Antragsverfahren
Die Antragstellung erfolgt bei der Investitions- und Strukturbank (ISB). Informationen zur Antragstellung finden Sie über die Internetseite der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz
Ansprechpartner im Ministerium:
Dr. Thorsten Gluth
Telefon: 06131/16-2962
thorsten.gluth(at)mwvlw.rlp.de