Studie über die Entwicklung von Binnenhäfen als Wasserstoff-Hub

Beschreibung
Zur Sicherstellung der Energieversorgung in einem dekarbonisierten Energiesystem ist die Diversifizierung der Energiebezugsoptionen von immenser Bedeutung, wie der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 unter Beweis gestellt hat. Die im Zuge dessen ausbleibenden Gasimporte aus Russland stellten das deutsche Energiesystem vor eine große Herausforderung und brachten die bis dahin bestehende Abhängigkeit von russischen Energieimporten deutlich zutage. Umso wichtiger ist es, bei der Transformation von einem auf fossilen Brennstoffen basierenden Energiesystem hin zu einem dekarbonisierten Energiesystem, auf eine Vielzahl verlässlicher und politisch stabiler Herkunftsländer sowie unterschiedliche Energieträger zu setzen. Wasserstoff (H2) und seine Derivate werden als eine Säule des zukünftigen treibhausgasneutralen Energiesystems angesehen, da diese klimaneutral aus Erneuerbaren Energien (EE) hergestellt wer-den können und als chemischer Energieträger gut speicherbar und transportierbar sind. Der Aufbau einer Transportpipelineinfrastruktur für Wasserstoff in Deutschland ist bereits beschlossen [1]. Ein anderer Import- und Distributionsweg ist insbesondere der H2-Transport per (Binnen)-Schiff. Gerade in Regionen Deutschlands, die zunächst nicht oder gar nicht vom H2-Kernnetz erfasst sind, kann das Binnenschiff die H2-Versorgung diversifizieren und damit die H2-Versorgungssicherheit deutlich erhöhen. Um das Potenzial der Häfen für die Umwandlung zu H2-Hubs zu bewerten und eine Grundlage für Standortentscheidungen zu schaffen, wird ein Überblick über etablierte und sich in Entwicklung befindliche Speicher-, Transport-, Erzeugungs- und Umwandlungstechnologien gegeben. Nachfolgend werden in der vor-liegenden Studie die Erzeugung, der Import- und Distributionsweg sowie die Transportvektoren der zukünftigen H2-Wirtschaft techno-ökonomisch untersucht.