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Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor in Rheinland-Pfalz

Für Rheinland-Pfalz ist der Tourismus sowohl ein Wirtschafts-  als auch ein Standortfaktor. Mit einem Bruttoumsatz von über 7 Milliarden Euro zählt er zu den wichtigsten Branchen im Land. Er bringt zudem mehr als 150.000 nicht-exportierbare Arbeitsplätze vor allem in kleinen und mittleren Betrieben.

Dort, wo Menschen gerne Urlaub machen oder einen Tagesausflug verbringen, lässt es sich auch gut leben. Sowohl in den Städten, aber auch in den ländlichen Räumen von Rheinland-Pfalz entwickelt sich der Tourismus zunehmend vom "weichen" zum "harten" Standortfaktor. Touristisch attraktive Orte bieten Gästen wie Einheimischen ein Plus an Freizeit- und Lebensqualität. Sie ziehen überdies Wohnbevölkerung, Firmen und Infrastrukturen und somit auch Arbeitsplätze an.

Die Entwicklung ist eine ausgeprägte Querschnittsaufgabe, ihre Förderung erfolgt auf vielen Ebenen. Grundlage für die Tourismusförderung ist die Tourismusstrategie des Landes.

Wesentliche Schwerpunkte der Tourismusförderung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau liegen vor allem in den Bereichen  Wandern, Radtourismus, Wein und Gesundheit sowie in der Schaffung barrierefreier touristischer Angebote.

Tourismusstrategie 2015

Die Tourismusstrategie des Landes ist eine gemeinsame Basis aller Akteure für die Entwicklung des Tourismus in Rheinland-Pfalz.

Partner der Tourismusstrategie sind neben dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau der Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V. (THV), die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHK).

Im April 2008 hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau gemeinsam mit seinen Partnern die Tourismusstrategie 2015 des Landes verabschiedet. Diese wurde ab 2011 einer Zwischenbilanz unterzogen. Am 27. August 2012 wurde die Tourismusstrategie 2015 im Rahmen einer Halbzeitbilanz fortgeschrieben und verabschiedet.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Tourismus wird die Tourismusstrategie seit Mitte 2016 fortgeschrieben. Dies erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wurde die Tourismusstrategie Mitte 2016 einer Evaluierung unterzogen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Evaluierung wird die Tourismusstrategie seit Ende Januar 2017 in einem dialogorientierten Prozess weiterentwickelt.

Ein wesentlicher Baustein in diesem dialogischen Verfahren war der Workshop zur Weiterentwicklung am 23.03.2017 in Ingelheim am Rhein. Hier haben sich rund 90 Vertreterinnen und Vertreter des Tourismus aller Ebenen (Land, Regionen, Verbände, Kammern) mit Vertreterinnen und Vertretern der Ressorts, der kommunalen Spitzenverbände, aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgetauscht. Die Ergebnisse sind dokumentiert und fließen in den weiteren Prozess ein.

Im 2. Weiterentwicklungsworkshop am  13. März 2018 nahmen über 120 Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen wie Regionale Tourismusorganisationen, Hotellerie, Kultur, Weinbau, Architektur teil.
Zunächst wurde über den aktuellen Stand der Strategieentwicklung informiert.
Die Teilnehmer widmeten sich anschließend in Workshops intensiv den Themen
„Neue Marktbearbeitung“ – Marke, Geschäftsfelder, Zielgruppen, Zielmärkte
„Neue Kooperationen“ – Netzwerk Starke Familienunternehmen
„Neue Investitionen“ – Schlüsselinfrastrukturen und Impulsinvestitionen

Die Dokumentation und die Beiträge der Workshop-Teilnehmenden können Sie nachfolgend herunter laden.

Protokoll (7,8 MB)

Ergebnisse der Stellwände (2,1 MB)

Barrierefreier Tourismus

Rheinland-Pfalz ist ein besonders gastfreundliches Reiseland. Wir möchten, dass jeder seinen Urlaub hier möglichst uneingeschränkt genießen kann - und gerne auch wiederkommt.  Die Umsetzung der Barrierefreiheit entspricht einer vorausschauenden und nachhaltigen Gestaltung unserer Lebensumwelt.

Barrierefreiheit ist auch ein Qualitätsmerkmal, das von Gästen jeden Alters geschätzt und vermehrt eingefordert wird. Familien mit kleinen Kindern profitieren von einer großzügig bemessenen, ebenerdigen Dusche oder einer Abstellmöglichkeit für den Kinderwagen ebenso wie ein Rollstuhlfahrer oder ein älterer Gast mit Rollator. Jeder Gast mit einem schweren Koffer wünscht sich einen stufenlosen Zugang zu seinem Hotelzimmer und jeder profitiert von einer übersichtlich gestalteten und einfach zu bedienenden Internetseite.

Der Wettbewerb "Tourismus für Alle" ist abgeschlossen. Hier finden Sie die Liste sowie die Karte der 10 Siegerregionen.

Des Weiteren finden Sie hier Informationen zur Förderung touristischer Maßnahmen in den Modellregionen für Kommunen und Unternehmen.

 

 

Kurortegesetz

Rund 20 Prozent aller Gästeübernachtungen in Rheinland-Pfalz finden in den Heilbädern und Kurorten des Landes statt. Diese Zahl macht deutlich, dass diese Orte eine besondere Bedeutung für den Tourismus in Rheinland-Pfalz haben. Der Besucher findet in den Heilbädern und Kurorten sowohl gesundheitsorientierte Angebote als auch eine vielfältige touristische Infrastruktur. Die Qualitätsstandards und Voraussetzungen, die Heilbäder und Kurorte erfüllen müssen, um staatlich anerkannt zu werden, sind im Kurortegesetz (Landesgesetz über die Anerkennung von Heilbädern, Kurorten und Erholungsorten) festgelegt. Neuanträge auf Anerkennung nach dem Kurortegesetz können bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier gestellt werden.

Tourismusförderung

Informationen zur Förderung touristischer Maßnahmen für Kommunen und Unternehmen

Tourismus-Wettbewerb „Kultur | Regionalität | Tourismus“

Städte und Kommunen in Rheinland-Pfalz aufgepasst: Der Profilierungswettbewerb „Kultur | Regionalität | Tourismus“ des Wirtschaftsministeriums prämiert authentische touristische Erlebnisangebote. Die Gewinner – acht Kommunen und zwei Städte – erhalten als Modellkommunen eine Förderung von bis zu 150.000 Euro für die Umsetzung ihres Konzepts. Bewerbungen sind vom 1. Juni bis 16. November 2018 möglich.
„Es muss nicht immer Großes und Teures sein: Kleine, aber feine Schätze heben und eine gute Idee für ein neues, innovatives touristisches Angebot umsetzen ist Ziel des Profilierungswettbewerbs!“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Wir wollen gut gemachte Produkte und Menschen, die diese mit Leidenschaft anbieten, mit diesem Wettbewerb fördern“, so Wissing.
Im Fokus des Profilierungswettbewerbs „Kultur | Regionalität | Tourismus“ stehen Kooperationen von Verwaltung und Tourismus mit lokalen Partnern aus Kultur, Land- und Forstwirtschaft, regionale Produzenten und Erzeuger, Baukultur oder Natur. Entstehen soll ein neues touristisches Produkt mit den Kernthemen Kultur und Regionalität. Das Ziel ist die touristische Profilbildung; Identitätsentwicklung und damit eine Steigerung der Wertschöpfung.
Bewerben können sich Kommunen in den zwei Kategorien Stadt und Land. Gefördert wird die Umsetzung des Wettbewerbsbeitrages ab Mitte 2019. Für die Siegerbeiträge kann eine Zuwendung bis zu 150.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der finanzielle Eigenanteil der Kommunen beträgt mindestens zehn Prozent der förderfähigen Kosten.
Insgesamt sollen zehn Bewerber ausgewählt werden – acht Kommunen (Verbandsgemeinen, Kooperation von Kommunen) aus den ländlichen Räumen der LEADER-Kulisse und zwei Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern. Verpflichtend ist die Netzwerkbildung mit Partnern aus dem Tourismus, der Kultur und dem Bereich der regionalen Produkte.
„Ich wünsche mir einen kreativen Prozess in den Kommunen mit vielfältigen Beteiligten – und ich wünsche mir neue touristische Produkte mit hoher Attraktivität für unsere Gäste“, sagte Wissing.

Seit 1. Juni steht eine telefonische fachliche Beratung zur Verfügung durch das Büro FUTOUR Umwelt, Tourismus- und Regionalberatung GmbH, Telefon 089-24241843 oder wettbewerb(at)futour.com.
Die Wettbewerbsunterlagen stehen ebenfalls vom 1. Juni 2018 an zur Verfügung unter www.tourismus-mit-profil.com. Die Bewerbungsfrist endet am 16. November 2018.
Die Förderung der Kommunen aus ländlichen Räumen erfolgt im Rahmen des LEADER-Ansatzes des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) aus Mitteln der Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER).

Ansprechpartnerin

Edith Christmann
Stiftsstraße 9
55116 Mainz
Tel.: 06131 - 16 22 14
Fax: 06131 - 16 17 22 14
Mail: Edith.christmann(at)mwvlw.rlp.de