| Wirtschaft / Fachkräfte im Gastgewerbe

Schmitt: „Ausbildungscoaches stärken Fachkräftenachwuchs im Gastgewerbe“ – Förderprojekt in Kooperation mit DEHOGA wird verlängert

Das Förderprojekt „Coaches für betriebliche Ausbildung im Gastgewerbe“ wird bis Ende 2028 verlängert. Das haben das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und der DEHOGA Rheinland-Pfalz mitgeteilt. Über die Coaches werden junge Menschen auf der Suche nach einer Ausbildung und Betriebe mit offenen Ausbildungsstellen zusammengebracht.

„Der Coaching-Ansatz hat sich in der Praxis bewährt. Gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe sehen wir, dass junge Menschen durch die persönliche Begleitung eher den Schritt in eine Ausbildung wagen – und vor allem auch dabeibleiben. Die Coaches sind nicht nur beim Einstieg da, sondern bleiben Ansprechpartner für Auszubildende und Betriebe über die gesamte Ausbildungszeit hinweg. Das schafft Vertrauen, stabilisiert Ausbildungsverhältnisse und verhindert Ausbildungsabbrüche“, sagte Wirtschaftsministerin Schmitt.

„Diese Zusammenarbeit ist ein echter Gewinn für die Branche. Mit der Verlängerung der Kooperationsvereinbarung stärken wir gezielt die betriebliche Ausbildung im Gastgewerbe – und damit die Zukunft einer Branche, die von gut ausgebildeten, motivierten Fachkräften lebt.“

Die Coaches sind dort unterwegs, wo es hakt: Sie sprechen mit jungen Menschen, die trotz Motivation keinen passenden Ausbildungsplatz finden, und begleiten sie Schritt für Schritt in eine duale Ausbildung im Gastgewerbe. Das heißt ganz konkret: Sie kommen in die Betriebe, gehen mit zu Vorstellungsgesprächen und bleiben auch während der Ausbildung ansprechbar – für die Jugendlichen ebenso wie für die Unternehmen. Allein im Jahr 2024 konnten auf diese Weise über 50 junge Menschen zusätzlich für eine Ausbildung gewonnen werden.

„Die individuelle Begleitung der jungen Frauen und Männer während des gesamten Bewerbungsprozesses ist der Schlüssel für die erfolgreiche Vermittlung und die dauerhafte berufliche Integration. Dabei arbeiten die Ausbildungscoaches eng mit den Berufsberaterinnen und -beratern der Agenturen für Arbeit zusammen“, betonte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.

Eine besondere Zielgruppe der Coaches sind Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie junge Menschen mit Fluchtgeschichte. Hier bestehen häufig größere Hürden und Unsicherheiten, ob eine duale Ausbildung der geeignete Weg ist. Gerade für solche Fälle gibt es für beide Seiten die Möglichkeit, zunächst über eine Einstiegsqualifizierung sowohl den Ausbildungsberuf als auch den Betrieb über einen längeren Zeitraum kennenzulernen.

Gereon Haumann, Präsident DEHOGA Rheinland-Pfalz erklärte: „Eine passgenaue Besetzung unserer Ausbildungsstellen ist entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung der jungen Menschen, die ihre berufliche Zukunft in der Branche starten. Unsere DEHOGA Coaches eröffnen Jugendlichen das gesamte Spektrum der HoGa-Berufe, bauen die Brücke zwischen Schule und beruflichem Einstieg – und sind zudem eine unverzichtbare Unterstützung gerade für unsere vielen familiengeführten Betriebe. So sichern wir gemeinsam Fachkräfte, vermeiden Abbrüche und stärken die Zukunft der dualen Ausbildung.“

Die erneute Verlängerung der DEHOGA-Ausbildungscoaches unterstreicht, wie wichtig gut ausgebildete Fachkräfte gerade für das Gastgewerbe sind. Die Coaches leisten dabei einen konkreten Beitrag zur Fachkräftesicherung, indem sie Betriebe und Auszubildende eng begleiten. Erreichbar sind sie am Sitz der Landesgeschäftsstelle des DEHOGA Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach.

 

Carsten Zillmann
Pressesprecher
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. +49 6131 162550

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