Dachdecker decken ein Dach neu ein © fotolia

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Zuschüsse zur Errichtung und Modernisierung von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten

Die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) sind unverzichtbare, die betriebliche Ausbildung ergänzende Einrichtungen der dualen Berufsausbildung. Sie stehen neben der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, bei der sie eine berufsfeldbreite Grundbildung vermitteln, auch zum Zwecke der beruflichen Fort- und Weiterbildung und für Maßnahmen der Berufsausbildungsvorbereitung zur Verfügung. Die ÜBS leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur dringend notwendigen Fachkräftesicherung im Handwerk. Die Finanzierung der Projekte erfolgt grundsätzlich mit Bundes- und Landeszuschüssen und einem Eigenanteil der Träger der Bildungseinrichtungen.

Zuschüsse zu überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Handwerk – überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Die Förderung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) nimmt im Rahmen der gesamten Handwerksförderung einen hohen Stellenwert ein. Die Berufsausbildung im Dualen System ist ursächlich für die gute Ausbildung der Fachkräfte im Handwerk und die im Verhältnis zu anderen europäischen Staaten geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. In den überbetrieblichen Lehrlingswerkstätten werden die praktischen Fertigkeiten vermittelt, die infolge zunehmender Spezialisierung insbesondere von kleinen und mittleren Betrieben nicht vermittelt werden können. Die ÜLU ergänzt somit die fachpraktische Ausbildung im Betrieb. Die Lehrgänge werden durch Bund, Land und die Ausbildungsbetriebe finanziert.

Betriebsberatung

Die Betriebsberatung ist ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im Handwerk und zur Stärkung der Bereitschaft zur Existenzgründung. Deshalb fördert das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau die Arbeit der betriebswirtschaftlichen und technischen Betriebsberatungsstellen des Handwerks und der Beratungsstelle für Formgebung mit jährlichen Landeszuschüssen. Die Beratungsstellen bieten ein umfangreiches Angebot, das Existenzgründer und bestehende Handwerksbetriebe kostenlos in Anspruch nehmen können. Das Themenangebot umfasst u.a. Unternehmensführung, Existenzgründung, Betriebsübernahme, Fachkräftesicherung, Schwachstellenanalyse, Finanzierung, Förderprogramme und Marketing. Die nebenstehenden Links führen Sie zu den Beratungsstellen der Handwerskammern und näheren Informationen.

Exportberatung

Das Land fördert die in den Handwerkskammern tätigen Außenwirtschaftsberaterinnen und Außenwirtschaftsberater und sichert somit die kostenlose Beratung insbesondere kleinerer und mittlerer Handwerksbetriebe in grenzüberschreitenden Fragen. Die Unternehmen können so eine Fülle an Leistungen in Anspruch nehmen, sie erhalten Informationen u.a. zu möglichen Außenwirtschaftsaktivitäten, über aktuelle Marktsituationen und über nationale und europaweite Finanzierungsmöglichkeiten. Darüber hinaus geben die Berater wichtige Hinweise für die Organisation von Messebeteiligungen und führen auch Seminare zu handwerkstypischen Exportfragen nach Bedarf durch.

Projekt Digitalisierungsberater im Handwerk

Die zunehmende Digitalisierung des gesamten Geschäftsalltags ist aktuell eine der größten Herausforderungen für das Handwerk. Um sich im Wettbewerb nachhaltig behaupten zu können, ist es wichtig, die Digitalisierung in allen Geschäftsprozessen im Unternehmen fest zu etablieren und die Fachkräfte in den Betrieben entsprechend darauf einzustellen. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau unterstützt die Handwerksbetriebe bei diesen Herausforderungen im Rahmen einer Projektförderung. Die Digitalisierungsberater, die in die Handwerkskammern angesiedelt sind, sollen vor Ort insbesondere kleine und mittelständische Handwerksbetriebe in allen Fragen der Umstellung auf digitale Prozesse kostenfrei und niedrigschwellig beraten und bei der Implementierung digitaler Elemente in den Betrieb unterstützen. Neben neuen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten geht es bei der Digitalisierung in den Betrieben aber auch um das Thema Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. Mit der Einrichtung von Homepages / Karriereportalen u.ä. soll den Betrieben geholfen werden, Nachwuchs- und Fachkräfte zu finden.

Das Projekt wird zunächst bis zum 31.08.2019 in den Handwerkskammern Koblenz, der Pfalz und Rheinhessen durchgeführt.