Integration in Ausbildung – Chancengarantie für junge Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz: eine transparente Prozessbeschreibung

Die Beschreibung des Prozesses der Integration von Flüchtlingen in die berufliche Ausbildung soll eine Handlungsorientierung für die Arbeit der Kommunen und der haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort geben.

Mit der „Chancengarantie für junge Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz“ wird die Bereitschaft der rheinland-pfälzischen Wirtschaft aufgegriffen, durch das Bereitstellen von Praktika- und Ausbildungsplätzen jungen Flüchtlingen den Einstieg in die berufliche Ausbildung zu ermöglichen.

Der transparente Integrationsprozess ist die Vorbereitung und Hinführung junger Flüchtlinge, durch den Erwerb von Sprachkompetenzen, Kompetenzfeststellungen, Berufs-beratung, Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, an die berufliche Ausbildung.

Der Integrationsprozess wurde für drei Ziel- und Altersgruppen strukturiert und für vier Phasen in Tabellenform dargestellt. Die Prozessbeschreibung wird regelmäßig aktualisiert.

Textliche Erläuterungen zur transparenten Prozessbeschreibung.

Zielgruppen des Integrationsprozess

Neu zugewanderte schulpflichtige Flüchtlinge (16 bis 18 Jahre)

Die Gruppe der neu zugewanderten schulpflichtigen 16-18 jährigen Flüchtlinge durchläuft in der Regel das Berufsvorbereitungsjahr mit 15-20 Wochenstunden Deutsch-Intensivkursen an den BBS mit dem Ziel, die Berufsreife zu erlangen.

Anerkannte Flüchtlinge (Beziehende von Leistungen nach dem SGB-II, 18 bis 35 Jahre)

Die Gruppe der 18-25 jährigen anerkannten Flüchtlinge (SGB-II-Leistungsbezieher mit Flüchtlingshintergrund), die für eine erfolgreiche Vermittlung in eine Ausbildung die Berufsreife benötigen, sollen über sprach- und berufsvorbereitende Maßnahmen wie ausbildungsbegleitende Hilfen der BA sowie Sprachkursen des BAMF für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

Neu zugewanderte Flüchtlinge (Beziehende von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und mit guter Bleibeperspektive aus den Herkunftsländern Eritrea, Syrien, Irak, Iran, Somalia, 18 bis 35 Jahre)

Die Gruppe der neu zugewanderten jungen Asylbewerber und Geduldeten soll über die beiden Projekte „Kompetenzen erfassen, Chancen ergreifen“ und „Beschäftigungspilot“ erfasst und in den Vermittlungsprozess durch Übermittlung der Daten zur Arbeitsagentur integriert werden. Danach besteht die Möglichkeit der Teilnahme an den Integrations- und Sprachkursen und den berufsbezogenen Sprachkursen des BAMF.

Wissenschaftliche Studie: Duales System für Flüchtlinge - Chancen und Hemmnisse bei der Integration in ein Ausbildungsverhältnis

Die empirische Studie identifiziert Hemmnisse im Vermittlungsprozess und zeigt Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Strategien für die berufliche Integration junger Flüchtlinge auf. Im Rahmen der Untersuchung wurden 26 Interviews mit Unternehmen, Behörden, Flüchtlingen, Kammervertretern und weiteren ExpertInnen durchgeführt.

Die Ergebnisse in Kürze.

Arbeitsförderung: Übersicht Zuständigkeit für Beratung und Vermittlung

Die Zuständigkeit für die Arbeitsförderung richtet sich nach der Zuständigkeit für die Gewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Die Tabelle gibt Auskunft über die jeweiligen Zuständigkeiten für Beratung und Vermittlung, wenn kein Anspruch auf Arbeitslosengeld nach dem SGB III besteht.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/37926-fluechtlinge-kundinnen-und-kunden-der-arbeitsagenturen-und-jobcenter.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Modul A

Modul A sieht die Unterstützung von Jugendlichen und Betrieben zur Schaffung von Ausbildungsverhältnissen und die Hilfestellung für einen reibungslosen Verlauf und erfolgreichen Abschluss der Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung durch den Coach vor.

Modul B

Modul B sieht die intensive individuelle Betreuung von nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen und Erwachsenen bis 35 Jahre mit Migrations- oder Fluchthintergrund durch den Migrations- und Flüchtlingscoach vor.

LOS GEHT'S!

Ausbildung, Job, Gehalt, deine Zukunft.

Der mehrsprachige Flyer macht auf die Möglichkeit der beruflichen Ausbildung aufmerksam und stellt in 10 guten Gründen die Vorzüge der Ausbildung dar. Darüber hinaus enthält er weitergehende Hinweise auf die wichtigsten Links und Informationsportale sowie die Kontaktdaten der Migrations- und Flüchtlingscoachs und der KAUSA Servicestelle Rheinland-Pfalz. Die Flyer sind in deutsch/arabisch, deutsch/farsi und deutsch/tigrinya erhältlich.

Hier können die Flyer heruntergeladen und gefaltet werden:

KAUSA Servicestelle Rheinland-Pfalz

Seit Februar 2017 wird die Ausbildungsberatung von Jugendlichen mit Migrations- oder Fluchtbiografie und von migrantengeführten Unternehmen durch die KAUSA Servicestelle Rheinland-Pfalz unterstützt. An den Standorten Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier können sie sich von Experten informieren und helfen lassen.

Die KAUSA Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert. Näheres siehe https://kausa-rlp.de/