Wie kann ich mich schlau machen?

Das Angebot, eine Berufsausbildung zu machen, ist gigantisch groß. Hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen, sind neben persönlichen Kontakten Portale wie planet-beruf der Bundesagentur für Arbeit. Hier lassen sich mit ein paar Klicks Informationen über die zur Auswahl stehenden Berufe und die Voraussetzungen (notwendiger Schulabschluss etc.) für einzelne Berufe finden. Die Bundesagentur für Arbeit bietet außerdem mit ihren Berufsinformationszentren informative Anlaufstellen rund um die Themen Beruf, Bildung und Arbeitsmarkt. Eine Übersicht über weitere wichtige Info-Portale bietet auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) oder die Homepage der rheinland-pfälzischen Kampagne "Nach vorne führen viele Wege".

Weiterführende Links:

Informationen zu Aus- und Fortbildungsberufen des Bundesinstituts für Berufsbildung

Wie geht’s weiter nach der Schule?

Für manche kommt ein Studium in Frage, für alle aber eine berufliche Ausbildung. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Tasche hat, eröffnet sich attraktive Karriere- und Verdienstchancen und senkt das Risiko, arbeitslos zu werden. Wie man sich bei dieser Vielfalt orientieren kann, zeigen die Initiativen "Zukunft läuft" für Schülerinnen und Schüler und "Nach vorne führen viele Wege" für Eltern.

 

 

 

Wo finden Berufsausbildungen statt?

Viele Jugendliche machen eine duale Ausbildung - auch Ausbildung im dualen System genannt. Der Name bedeutet, dass die Ausbildung an zwei (dual) Orten, dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule, stattfindet.

Vor allem im Handwerk ist darüber hinaus eine dritte Lernumgebung von Bedeutung: Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Sie ergänzt die fachliche Ausbildung im Betrieb. Nähere Informationen bieten die Kammern (Handwerk: Handwerkskammern; Industrie- und Handel: Industrie- und Handelskammern, Landwirtschaft: Landwirtschaftskammer, Freie Berufe: Kammern der Freien Berufe).

Viele duale Ausbildungsberufe stehen allen Jugendlichen - unabhängig vom Schulabschluss - offen. Neben der dualen Ausbildung gibt es zahlreiche Berufe - vor allem Pflege- und Erziehungsberufe - die außerhalb des dualen Systems an Schulen vermittelt werden.

Das ausbildungsintegrierte duale Studium stellt eine Sonderform der Ausbildung dar, die zu einem akademischen Abschluss führt. Nähere Informationen bietet die Serviceeinrichtung Duale Hochschule Rheinland-Pfalz.

Wie lange dauert eine Berufsausbildung?

Normalerweise dauert die Ausbildung im dualen System drei Jahre. Für einige Ausbildungsberufe sind kürzere (zwei Jahre) oder längere (dreieinhalb Jahre) Ausbildungszeiten vorgesehen. Und je nach Vorkenntnissen oder Leistungen des/der Auszubildenden kann die Ausbildungszeit in Einzelfällen verkürzt und verlängert werden. Bei den Ausbildungen, die an Schulen stattfinden, kann die Ausbildungszeit ein bis dreieinhalb Jahre betragen.

Was kommt nach der Berufsausbildung?

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein erfolgreiches Berufsleben. Wer noch mehr lernen will, kann eine berufliche Fortbildung oder Weiterbildung draufsatteln. Sie ist eine gute Voraussetzung für anspruchsvolle Führungspositionen und bietet - gerade im Handwerk - oftmals die Möglichkeit zur Selbstständigkeit.

Darüber hinaus sind mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen Fortbildungen einem Raster zugeordnet, das eine Vergleichbarkeit mit anderen Abschlüssen erlaubt. So ist beispielsweise eine Qualifikation als Fachwirt oder Meister mit einem Bachelorabschluss auf einer Qualifikationsebene. In vielen Fällen werden diese Förderungen aus öffentlichen Mitteln gefördert.

Mit einer guten Note in der Abschlussprüfung der dualen Ausbildung und einer zweijährigen Berufserfahrung steht allen auch ohne (Fach-)Hochschulreife (Studieren für berufliche Qualifizierte ohne Abi oder Fachhochschulreife) die Tür zu den Hochschulen (Fachhochschulstudium oder fachgebundenes Universitätsstudium) offen. Einige Studiengänge erlauben sogar einen direkten Einstieg nach Abschluss der Ausbildung. Einen Online-Studienführer für berufliche Qualifizierte finden Sie hier.

Initiative "Nach vorne führen viele Wege"

Die Initiative "Nach vorne führen viele Wege" des Ovalen Tisches für Ausbildung und Fachkräftesicherung bietet einen ersten Überblick über das Berufsbildungssystem in Rheinland-Pfalz.  

Initiative "Praktisch unschlagbar"

Die Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar" bietet Informationen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung.