Gründe für die Elektromobilität

Innovative Antriebe mit elektrischen Energiespeichern oder Wasserstoffbrennstoffzellen werden langfristig im Straßenverkehr eine große Bedeutung gewinnen. Die Bundesregierung strebt im Jahr 2020 einen Bestand von einer Million Elektrofahrzeuge an.

Für die Elektromobilität sprechen insbesondere folgende Gründe:

  • Fahren mit elektrischem Strom kann die weitgehende Abhängigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs von Ölimporten und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Risiken vermindern.
  • Elektromobilität kann langfristig einen signifikanten Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor leisten. Ziel muss es sein, die benötigte elektrische Energie durch Strom aus erneuerbaren Quellen (Wind, Fotovoltaik, Biomasse etc.) abzudecken.
  • Elektrofahrzeuge können die Städte lokal von Schadstoffen und Lärm entlasten und so die Lebensqualität steigern.
  • Elektrofahrzeuge können die Entwicklung intermodaler und multimodaler Mobilitätskonzepte, wie kombinierte Angebote des öffentlichen Verkehrs mit E-Carsharing- und E-Bikesharing-Angeboten unterstützen.
  • Deutschland kann zum Leitmarkt für Elektromobilität werden und der deutschen Wirtschaft einen neuen Innovationsschub verleihen.

Weitere Informationen finden sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz

Mit dem Ziel, den rheinland-pfälzischen Bürgerinnen und Bürgern einen raschen Zugang zur Elektromobilität zu ermöglichen, hat die Landesregierung daher gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, den regionalen und kommunalen Energieversorgern, Kommunen, Verbänden und der Wissenschaft das Projekt „Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz“ im Mai 2010 auf den Weg gebracht.

Das Netzwerk hat mehr als 45 Mitglieder, von Kommunen über Unternehmen bis zu Forschungseinrichtungen und Energieversorgern.

Mit Förderung des Landes konnte zwischen Akteuren im Strom- und Automobilbereich ein dichtes Kommunikations- und Kooperationsnetzwerk geknüpft werden.

Bei der Planung des Netzwerks wurden die Stärken der rheinland-pfälzischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Elektromobilität speziell berücksichtigt. Es wurden Forschungsvorhaben in den Bereichen „vehicle-to-grid”, Einbindung in die Netze der Zukunft, Entwicklung von Abrechnungssystemen und Ladeinfrastruktur gestartet.

Rheinland-Pfalz weist hier Unternehmen mit europäischer Bedeutung wie zum Beispiel die Görlitz AG und die Walther Werke auf, die auch in internationalen und nationalen Fachgremien entscheidend mitarbeiten.

Zum Jahreswechsel 2014/2015 wurde das Projekt abgeschlossen. Das Netzwerk wird seitdem durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz koordiniert.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt Kommunen und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Bürger bei der Umsetzung ihrer Aktivitäten zur Energiewende in Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen finden sie hier.

Elektrofahrräder

Elektromobilität mit Fahrrädern wie Pedelecs und e-Bikes ist eine alternative, in Städten bereits stark verbreitete Mobilitätsform. Sie wartet gerade in der Nahmobilität mit geringen Energieverbräuchen und Emissionen auf.

Es gilt, im Sinne einer neuen Mobilität auch in unseren ländlichen, oft von einer bewegten Topografie geprägten Räumen auszuloten, welches Verlagerungspotential Zweiräder mit elektrischem Antrieb besitzen, um bei kürzeren Entfernungen Pkw und Zweiräder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu ersetzen.

Hierzu erstellt das Institut für Mobilität & Verkehr der TU Kaiserslautern eine Studie mit Förderung des Landes, die der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz fachlich begleitet.

In einem ersten Schritt erfolgt die Untersuchung des theoretischen Grundpotentials mit Hilfe eines Erreichbarkeitsmodells in ausgewählten Modellregionen. Diesem gegenübergestellt wird das durch technische Restriktionen der Fahrzeuge und Vorbehalte der Nutzer abgeminderte praktische Verlagerungspotential, das durch Recherchen und den Einsatz von GPS Datenloggern bei ausgewählten Nutzern ermittelt wird.

Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, mit welchen Maßnahmen Land und Kommunen die stärkere Nutzung von Elektrofahrrädern befördern können. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem verkehrssicheren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Begleitet werden die Untersuchungen durch die Analyse der Auswirkungen auf Energieverbrauch und Emissionen sowie die Mobilitätskosten der Betroffenen.

Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride benötigen öffentlich zugängliche Ladestationen, wenn sie außerhalb von privaten Flächen aufgeladen werden sollen. Das Stationsnetz wird ständig weiter ausgebaut.

Die Nationale Plattform Elektromobilität, eine Initiative der Bundesregierung, geht von einem Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladestationen aus, wenn die Zielgröße von einer Million Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 erreicht werden soll.

Für Fahrten, die über die Reichweite einer Batterieladung hinausgehen, sind Ladestationen erforderlich.

An allen Raststätten der Autobahn Tank & Rast GmbH entsteht derzeit ein Netz von 400 E-Tankstellen mit einem Abstand von durchschnittlich 30 Kilometer. Es soll deutschlandweit durchgehende Fahrten mit Elektrofahrzeugen ermöglichen.

Die Standorte öffentlicher und halböffentlicher E-Tankstellen lassen sich den gängigen Apps für Smartphones und Tabletts entnehmen.

Mobilität mit Wasserstoff

Auch in Brennstoffzellenfahrzeugen sorgt ein Elektromotor für Vortrieb. Der für den Betrieb des E-Motors benötigte Strom wird allerdings direkt an Bord mit Wasserstoff aus einer Brennstoffzelle erzeugt. Als Abbauprodukt entsteht reines Wasser. Mithilfe erneuerbarer Energien gewonnen, etwa im Energiepark Mainz, könnte Wasserstoff deshalb zur Grundlage einer emissionsfreien Mobilität werden.

Statt elektrischer Ladestationen sind Wasserstofftankstellen notwendig. Die Reichweite mit einer Tankladung entspricht fast der von Fahrzeugen mit konventionellem Benzinmotor. Brennstoffzellen-Autos eignen sich daher im Gegensatz zu reinen Elektroautos auch für Langstrecken. Nachteilig sind derzeit noch die hohen Kosten für das Speichern von Wasserstoff im Auto und die Brennstoffzelle. Zudem ist das Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland mit rund 20 Tankstellen noch sehr dünn. Serienfahrzeuge sind 2015 in den Handel gekommen.

Weitere Informationen rund um dieses Thema finden Sie hier:
Now: Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
Energiepark Mainz