Entwicklung der Ländlichen Räume

Wiese mit Zaun

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In Rheinland-Pfalz bestimmt der ländliche Raum, geprägt durch die verschiedensten Kulturlandschaften, das Erscheinungsbild. Die überwiegende Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner wohnt in Dörfern und Kleinstädten. Der ländliche Raum befindet sich in einem stetigen Wandlungsprozess. In Bereichen mit mangelnder Infrastruktur stehen die agrarstrukturelle Entwicklung und der demografische Wandel mit seinen Begleiterscheinungen einer abnehmenden Bevölkerung verbunden mit nicht mehr genutzter Bausubstanz als wichtige Faktoren im Fokus.

Im Gegensatz zu den urbanen Räumen sind Landwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft und Tourismus und die entsprechenden regionalen Wertschöpfungsketten die traditionellen Wirtschaftsbereiche des ländlichen Raumes. Sie gilt es zu stärken, um die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu erhalten und zu verbessern.
Insbesondere auch der Naturraum mit seinen vielfältigen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten (ökologische Ausgleichsfunktion, Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien und Rohstoffe, Naherholung, etc.) sei hier erwähnt.
Um die Entwicklung ländlicher Räume positiv zu beeinflussen, werden die verschiedensten Maßnahmen ergriffen. Die Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, die Versorgung für den Bedarf des täglichen Lebens, die Sicherung der notwendigen Hilfs- und Dienstleistungen und die Entwicklung der Mobilitätsbedürfnisse insbesondere für ältere Menschen sind vordringlich. Eine nachhaltige Land-, Forst- und Weinwirtschaft, regionale Wertschöpfungsketten sowie stabile bäuerliche und mittelständische Strukturen bilden die Basis eines funktionsfähigen und lebensfähigen ländlichen Raumes. 

Mit LEADER (frz. Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Als eigener Schwerpunkt im Entwicklungsprogramm EULLE steht LEADER für

  • eine verstärkte Mobilisierung endogener Potentiale in ländlichen Regionen,
  • eine Verbesserung der regionalen Kooperation,
  • die Stärkung der Beteiligung der für die Entwicklung einer Region bedeutsamen Akteure und
  • die Entwicklung und Verbreitung innovativer Handlungsansätze. 

Dahinter steht die Erkenntnis, dass die ländlichen Regionen durch Identifizierung ihrer individuellen Stärken und Schwächen am besten ihre Entwicklungschancen erkennen und daraus resultierende Strategien zur Mobilisierung des abgeschätzten Potentials entwickeln können.

Herzstück jeder LEADER-Region ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die sich aus verschiedenen, lokal ansässigen Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors zusammensetzt. Eine LEADER-Region erarbeitet unter ihrer Trägerschaft eine Lokale integrierte ländliche Entwicklungsstrategie (LILE). Ziel dieser Strategie ist es vor allem, neue Impulse für eine wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Region zu erschließen.

In Rheinland-Pfalz wurden 20 LAG als LEADER-Region anerkannt (siehe Grafik unten). 

"Informationen zu Fördermaßnahmen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) in Rheinland-Pfalz unter www.eler-eulle.rlp.de .