Wissing/Höfken: Vitale bäuerliche Landwirtschaft erhalten

Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken haben sich anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin für eine zukunftssichere Gestaltung der GAP-Reform ausgesprochen.

„Rheinland-Pfalz braucht eine starke Landwirtschaft und vitale ländliche Räume. Eine ausgewogene und finanziell gut ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist die Voraussetzung hierfür“, sagten Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken mit Blick auf die anstehende Reform der GAP anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Wissing beendete seinen Messerundgang diesmal in der Weinlounge Rheinland-Pfalz im WeinWerk in der Blumenhalle. „Rheinland-Pfalz - das Weinland Nummer 1 in Deutschland – ist bekannt für hochwertige Weine und unkomplizierte Gastfreundschaft. Mit der Weinlounge übertragen wir dieses Lebensgefühl nach Berlin: Hier können sich die Gäste bei einem guten Glas Wein eine Auszeit vom anstrengenden Messegeschäft nehmen“, sagte Wissing.

„Erfreulich ist, dass wir bei der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Weinbau bundesweit spitze sind. Das zeigt auch, dass die Bio-Weine auf großes Interesse und Nachfrage bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie im Handel treffen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. „Aber auch im konventionellen Weinbau ist eine Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel wichtig.“

Wissing, der am Morgen noch den Agrarausschuss des Bundesrates geleitet hatte, verwies auf die laufende Debatte zur GAP nach 2020, zu der die EU-Kommission erste Eckpunkte vorgestellt hatte. „Ich bin erfreut, dass der EU-Agrarkommissar den vielfältigen Mehrwert der GAP klar herausgestellt hat und ihre bewährte Zwei-Säulen-Architektur beibehalten möchte. Die Kommission will die Weiterentwicklung der GAP zudem im Sinne der Modernisierung einer nachhaltig wirtschaftenden bäuerlichen Landwirtschaft und einer weiteren Stärkung der ländlichen Räume nutzen. Eine neugestaltete Zuständigkeit zwischen EU und Mitgliedstaaten bietet zugleich das Potenzial, die bürokratischen Belastungen für alle Beteiligten abzubauen“, sagte Wissing.

Positiv bewerte der Landwirtschaftsminister zudem die Absicht der EU-Kommission, die Direktzahlungen zur Einkommens- und Risikoabsicherung auf hohem Niveau fortzuführen sowie die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Landwirtschaft – insbesondere auch für den Berufsnachwuchs - mit Investitionshilfen voranzutreiben. „Ich hoffe, dass der Digitalisierung in der Landwirtschaft ein weiterer Schub gegeben wird. Die Digitalisierung ist der Schlüssel für eine zukunftsträchtige, ressourcenschonende und damit wettbewerbsfähige Agrarwirtschaft mit breiter Akzeptanz in der Gesellschaft schlechthin“, sagte Wissing.

„Die Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik bietet jetzt auch die Chance, die nachhaltige Landwirtschaft und deren öffentliche Leistungen zu stärken“, betonte Umweltministerin Höfken und verwies auf das Ziel, in Rheinland-Pfalz den Anteil des Ökolandbaus auf 20 Prozent zu erhöhen. „Es ist wichtig, Betriebe weiter zu unterstützen, die zum Beispiel auf Bio umstellen oder als konventionelle Landwirtin oder Landwirt umweltschonend arbeiten wollen. Dafür muss die zweite Säule in der Zukunft entsprechend ausgestattet werden“, sagte Höfken. Sie betonte: „Eine nachhaltige Landwirtschaft schont nicht nur die Artenvielfalt und Umwelt, sie schützt auch das Klima und sorgt für gute und gesunde Lebensmittel. Hierin liegt die Verantwortung in der Ausgestaltung der zukünftigen, europäischen Agrarpolitik.“

Susanne Keeding, Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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