Wissing: Wir stärken die duale Ausbildung – Handwerk wieder im Trend

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Staatssekretärin Daniela Schmitt sind im Rahmen der „Woche der Berufsbildung“ derzeit im Land unterwegs: Neun Termine in allen Landesteilen lassen Minister Wissing und Staatssekretärin Schmitt ins Gespräch kommen mit Auszubildenden und deren Eltern, mit Meisterschülern und Ausbildern, mit Jugendlichen, die vor der Wahl „Ausbildung oder Studium?“ stehen. Am Donnerstag besucht der Minister das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk in Koblenz und das sich im Bau befindliche neue Ausbildungszentrums in Trier.

„Wir machen uns stark für die duale Ausbildung“, sagte Wissing. „Die Jugendlichen sind unsere Zukunft. Deswegen müssen wir ihnen aufzeigen, welche Berufswege sie einschlagen können. Wir möchten mit der Woche der Berufsbildung deutlich machen, wie spannend die duale Ausbildung ist. Sie verbindet praktisches Lernen im Betrieb mit theoretischem Wissen aus der Berufsschule. Das ist enorm abwechslungsreich – und die Karrierechancen sind insbesondere mit einer Fortbildung zum Meister mindestens genauso gut wie mit Universitätsabschluss“, betonte Wissing.

Gerade im Handwerk seien die Zahlen der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen. „Wir haben wieder mehr Auszubildende in Rheinland-Pfalz!“, sagte Wissing. „Handwerk liegt wieder im Trend – das ist erfreulich für die Jugendlichen und für die Unternehmen. Wir haben es geschafft, die duale Ausbildung wieder als attraktiven Weg für Jugendliche zu platzieren. Und die Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Trend auch in 2018 fortsetzen wird“, so Wissing.

Im Jahr 2017 ist in Rheinland-Pfalz ein Plus von 1,1 Prozent bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen. Im Handwerk allein liegt der Zuwachs sogar bei 3,4 Prozent. Der rheinland-pfälzische Mittelstand hat laut kfw-Mittelstandsatlas 2017 die höchste Ausbildungsquote bundesweit. 18,9 Prozent der KMU bilden aus, so viele wie in keinem anderen Bundesland.

Projekte des Wirtschaftsministeriums zur Stärkung der dualen Ausbildung
Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium macht sich für die duale Ausbildung stark, beispielsweise über die Coaches für betriebliche Ausbildung. Die Coaches beraten sowohl Jugendliche als auch Unternehmen bei der Anbahnung und zu Beginn der Ausbildung, unter anderem um Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen.

Insbesondere im Handwerk wecken die vom Wirtschaftsministerium geförderten Ferienangebote für Jugendliche das Interesse an diesen Berufen. Dabei können Ausbildungsberufe eine Woche lang in den Sommer- oder Herbstferien getestet werden.

Das Wirtschaftsministerium hat 2017 den Aufstiegsbonus I in Höhe von 1.000 Euro für die bestandene Meisterprüfung eingeführt und den Aufstiegsbonus II in Höhe von 2.500 Euro, wenn ein Meister zum Unternehmer wird und einen eigenen Betrieb gründet. Das fördert Karrieren und sichert Fachkräfte.
Das Wirtschaftsministerium investiert in den Bau und die Modernisierung von überbetrieblichen Bildungsstätten. So wird beispielsweise der Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrums der HWK Trier vom Land Rheinland-Pfalz mit insgesamt 10,3 Millionen Euro gefördert. 18,5 Millionen finanziert der Bund. Mit der Förderung der überbetrieblichen Bildungsstätten und der dort stattfindenden überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung ist gewährleistet, dass eine hochwertige Ausbildung in moderner Infrastruktur stattfindet.

 

 

 


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