Wissing startet Förderaufruf 2018 für FLLE 2.0

„Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ und „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“ werden auch im Jahr 2018 weiterhin im Rahmen des LEADER-Ansatzes des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hat nun den 2. Förderaufruf gestartet, für den rund 2 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hat den 2. Förderaufruf für das Programm FLLE 2.0 gestartet und Haushaltsmittel in Höhe von rund 2 Millionen Euro für weitere Vorhaben zur Verfügung gestellt „.Die ländliche Entwicklung erfordert angesichts der anstehenden Aufgaben ein adäquates Förderangebot. Die LEADER-Förderung des Entwicklungsprogramms EULLE bietet hier mit ihrem partizipativen Ansatz lokalen Akteuren die Möglichkeit, eigene Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen“, sagte Wissing.

Einschließlich der bereits bewilligten Vorhaben stehen rund 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Damit könne die Kontinuität der Maßnahme gegenüber 2017 trotz der vorgesehenen Kürzung der Bundesmittel gesichert werden, so Wissing.

Im Programm FLLE 2.0 sind die Förderbausteine „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ und „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“ im LEADER-Ansatz zusammengefasst.

Die „Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ stellt kleinen Unternehmen bis zehn Mitarbeiter bis zu 200.000 Euro Zuschuss für Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter zur Verfügung, einschließlich der projektbezogenen Beratungsleistungen oder Leistungen von Ingenieuren oder Architekten.

Mit dem Baustein „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“ werden Investitionen gefördert, die einen Gemeinnutzen haben, etwa kleinere Einrichtungen zur Nahversorgung. Anträge können Kommunen, Vereine aber auch sonstige natürliche wie juristische Personen in den LEADER-Regionen stellen.

Mit dem Förderaufruf im LEADER-Ansatz des Entwicklungsprogramms EULLE der ELER-Verwaltungsbehörde werden diese zwei neuen Maßnahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) mit den bisherigen Ansätzen des Förderprogramms lokale ländliche Entwicklung im LEADER-Ansatz zu dem neuen FLLE 2.0 zusammengefasst.

Die Landesregierung stärkt zum einen den LEADER-Ansatz und rundet zum anderen im Entwicklungsprogramm EULLE die bestehenden Angebote ab. Mit der einzelbetrieblichen Investitionsförderung (Agrarinvestitionsförderprogramm, Förderung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Förderung von Investitionen zur Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe außerhalb des Agrarbereichs, Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten) und den überbetrieblichen Maßnahmen (bspw. ländliche Bodenordnung, landwirtschaftlicher Wegebau) steht damit allein im Entwicklungsprogramm EULLE den Regionen ein abgestimmter Instrumentenkasten der ländlichen Entwicklung zur Verfügung.

Hintergrund:
“EULLE“ steht für „Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ für die Förderperiode 2014-2020. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 300 Millionen Euro finanziert. Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern etwa in gleicher Höhe. Für die 20 rheinland-pfälzischen LEADER-Regionen sind daraus 50,9 Millionen Euro an ELER-Mitteln eingeplant.

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2550