Wissing gibt Auftakt zur „Woche der Berufsbildung“

Wirtschaftsminister Volker Wissing sieht eine qualitativ hochwertige Berufsbildung als wesentliche Voraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Deshalb hat er heute in Mainz den Auftakt zur „Woche der Berufsbildung“ gegeben, die vom 4. bis 11. November landesweit stattfindet und eine Reihe von Besuchen rund um die Berufsaus- und Weiterbildung beinhaltet.

Mit der Woche der Berufsbildung verdeutlicht Wirtschaftsminister Volker Wissing, wie bedeutend die Berufsaus- und Fortbildung für die rheinland-pfälzische Wirtschaft ist. „Qualitativ gut ausgebildete junge Menschen sind essentiell für eine starke und dynamische Wirtschaft in Rheinland-Pfalz. Mit der beruflichen Aus- und Weiterbildung wird sichergestellt, dass die Fachkräfte mit sich wandelnden Anforderungen Schritt halten. Das bringt Qualität im Unternehmen und in der Ausbildung kommender Generationen“, sagte Wirtschaftsminister Wissing heute zum Auftakt am Industrie-Institut für Lehre und Weiterbildung (ILW) in Mainz.

Rund 35 Millionen Euro stehen in diesem und im nächsten Jahr im Landeshaushalt für die berufliche Aus- und Weiterbildung zur Verfügung. Das Wirtschaftsministerium ist dabei in vielen Bereichen aktiv – einige davon werden anhand von Besuchen bei Ausbildungsbetrieben und Institutionen durch Minister Wissing und Staatssekretärin Daniela Schmitt während der Woche der Berufsbildung vorgestellt.

Projekte des Wirtschaftsministeriums

Ein Element zur Qualitätssicherung innerhalb der Berufsbildung ist der von Wirtschaftsminister Wissing zusammen mit den Handwerkskammern (HWKn) und Industrie- und Handelskammern (IHKn) konzipierte Aufstiegsbonus (sogenannter Meisterbonus). Wer die Meisterprüfung oder eine vergleichbare Prüfung (Fachwirt) besteht, erhält eine Anerkennungsprämie von 1.000 Euro. Wer sich danach innerhalb von zehn Jahren selbstständig macht, wird mit weiteren 2.500 Euro gefördert. „Mit dem Aufstiegsbonus wollen wir einen klaren Anreiz zur Weiterbildung aber auch zur Unternehmensgründung setzen. Wir brauchen Meisterinnen und Meister genauso wie Fachwirtinnen und Fachwirte – sie sichern nicht nur die Qualität unserer Unternehmen, sie garantieren auch eine gute Ausbildung der kommenden Generationen“, so Wissing.

Darüber hinaus finanziert das Wirtschaftsministerium zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit und den Handwerkskammern Rheinland-Pfalz die Coaches für betriebliche Ausbildung, die Jugendliche im Handwerk bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und während der Ausbildung unterstützen. Sie helfen beispielsweise beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen, bei der Suche nach Praktika oder vermitteln Vorstellungsgespräche. 24 Coaches sind landesweit im Einsatz. Sie haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 379 Jugendliche betreut, wovon fast die Hälfte eine Ausbildung begonnen haben. Weitere 43 Jugendliche wurden in ein Langzeitpraktikum als Einstiegsqualifizierung für eine Ausbildung vermittelt. Parallel haben die Coaches 437 Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive betreut und beraten. 150 starteten im Anschluss eine Ausbildung, 99 ein Langzeitpraktikum.

Auch Investitionen in den Neubau und die Modernisierung der überbetrieblichen Bildungsstätten, zu denen auch das ILW zählt, gehören zu den Maßnahmen des Wirtschaftsministeriums zur Stärkung der Berufsbildung. In den Jahren 2016 bis 2018 werden rund 12 Millionen Euro an Landesmitteln in diesen Bereich fließen. Zusammen mit Fördermitteln des Bundes und der Träger der Bildungsstätten werden in diesem Zeitraum rund 50 Millionen Euro investiert.

Woche der Berufsbildung vom 4. bis 11. November
Während der Woche der Berufsbildung werden Wirtschaftsminister Volker Wissing und Staatssekretärin Daniela Schmitt sich über zahlreiche Facetten der Berufsbildung in Rheinland-Pfalz informieren. Neben Besuchen von überbetrieblichen Bildungsstätten und herausragenden Ausbildungsbetrieben, Gesprächen mit Azubis und ihren Ausbildern wird Minister Wissing die Nacht der Technik in Koblenz besuchen, sich mit geflüchteten Menschen über berufliche Perspektiven z.B. durch eine berufliche Ausbildung unterhalten und mit angehenden Industriemeistern über die Chancen der beruflichen Fortbildung diskutieren. Weitere Termine finden Sie in der Liste.

Bildmaterial zur Woche der Berufsbildung finden Sie hier.