Wissing: Autonomes Fahren ist in Rheinland-Pfalz Realität

Autonom fahren? Aber sicher! Vom AGV der BASF über den Traktor GridCon von John Deere, die EMMA der Mainzer Mobilität oder einen umgerüsteten Mercedes-Unimog: Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hat in der Opel-Arena die enorme Kompetenz aus Rheinland-Pfalz bei der Entwicklung von autonom bzw. automatisiert fahrenden Fahrzeugen hervorgehoben. Wissing kündigte zudem eine Lotsenstelle an, die Unternehmen im Genehmigungsverfahren hilft, Testfahrten unter realen Bedingungen zu beantragen und durchzuführen.

„Autonomes Fahren ist in Rheinland-Pfalz längst Realität“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing auf der Fachtagung der Initiative „We move it“ zum autonomen Fahren in der Opel Arena in Mainz. Zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigten dort autonom und automatisiert fahrende Fahrzeuge.
„Nur dort, wo Technologien entwickelt, erprobt und eingesetzt werden, siedeln sich Forschung und Entwicklung sowie die Industrie an – das bedeutet Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Ich möchte einen Beitrag leisten, damit wir ein noch attraktiverer Standort für die Entwicklung und Erprobung autonomer Systeme werden“, sagte Wissing. Er kündigte an, eine Lotsenstelle für Unternehmen einzurichten, die technologische Neuentwicklungen rund um autonomes und automatisiertes Fahren unter realen Bedingungen im Straßenverkehr erproben möchten, „natürlich begrenzt und gut überwacht“, sagte der Minister.

Der Standort Rheinland-Pfalz sei, so Wissing, im Bereich autonomes Fahren sehr gut aufgestellt. „Bei uns im Land sind zahlreiche Hersteller, Zulieferer und Forschungseinrichtungen ansässig, wir verfügen über herstellerunabhängige Teststrecken und eine starke Nutzfahrzeugindustrie, wo autonom fahrende Fahrzeuge schneller eingesetzt werden können als im Pkw-Bereich“, sagte Wissing. „Was wir heute hier sehen sind Spitzenleistungen aus Rheinland-Pfalz“.

Der Wirtschaftsminister verwies auf die hohe Bedeutung der Fahrzeugindustrie in Deutschland hin. Allein in Rheinland-Pfalz zähle die Branche gut 60.000 Beschäftigte. Angesichts der tiefgreifenden Herausforderungen, vor denen die Unternehmen mit Blick auf neue Antriebe, autonomes Fahren oder der Digitalisierung stünden, sei es entscheidend „unsere Stärken im Fahrzeugbau zu erhalten und zu sichern sowie das Rennen im IT- und Softwarebereich beherzt anzugehen“, sagte Wissing. Dann werden wir auch künftig ein international wettbewerbsfähiger Standort der Fahrzeugindustrie sein.

 

 

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2550