Wissing: 195,4 Millionen Euro Direktzahlungen an Landwirte

Das Land Rheinland-Pfalz hat insgesamt rund 195,4 Millionen Euro Direktzahlungen aus Mitteln der Europäischen Union an rund 17.000 rheinland-pfälzische Landwirte ausgezahlt. Das hat Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt. Die Direktzahlungen der EU sind für die landwirtschaftlichen Betriebe eine wichtige Einkommensquelle.

„Es war mir ein sehr großes Anliegen, dass unsere Betriebe ihre Zahlungen wieder möglichst frühzeitig erhalten. Die Direktzahlungen sind eine wichtige einkommensstützende Maßnahme für unsere Landwirte und tragen dazu bei, deren Liquidität auch in Ausnahmesituationen oder bei Marktschwankungen zu erhalten“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing anlässlich der dieser Tage durch das Land Rheinland-Pfalz ausgezahlten EU-Mittel an die Landwirte.

Die rund 17.000 rheinland-pfälzischen Landwirte haben Direktzahlungen in Höhe von insgesamt rund 195,4 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union erhalten, rund 5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Auszahlungssumme liegt bei rund 11.500 Euro pro Betrieb.

Die Greeningprämie, das heißt der finanzielle Ausgleich für bestimmte Umwelt- und Naturschutzleistungen der Landwirte, die Junglandwirteprämie und Umverteilungsprämien werden bundeseinheitlich, die Basisprämie regional – also je Bundesland – festgelegt. Für 2018 ergeben sich folgende Werte:

- Basisprämie: 168,70 Euro je Hektar

- Greeningprämie: 86,46 Euro je Hektar

- Umverteilungsprämie: vom 1. bis zum 30. Hektar: 50,87 Euro je Hektar
vom 31. bis 46. Hektar: 30,52 Euro je Hektar 

- Junglandwirteprämie: 44,27 Euro je Hektar (für maximal 90 Hektar)

Das bedeutet Direktzahlungen von 306,03 Euro je Hektar für die ersten 30 Hektare, für Junglandwirte erhöhen sich diese um die Junglandwirteprämie. 

„Es ist erfreulich, dass der zweite Schritt zur bundesweiten Angleichung der Basisprämie vollzogen wurde“, sagte Wissing. Die Basisprämie wurde um 7,35 Euro pro Hektar erhöht. In der Summe kommen somit rund 5 Millionen Euro mehr in Rheinland-Pfalz zur Auszahlung als im Vorjahr. 

Rheinland-Pfalz hatte sich bei der Umsetzung der letzten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik gemeinsam mit anderen Ländern erfolgreich dafür eingesetzt, die regional unterschiedlichen Werte bei der Basisprämie bis zum Jahr 2019 in drei gleichen Schritten bundesweit anzugleichen, da diese auf veralteten historischen Daten basieren.

Weitere rund 38 Millionen Euro Prämien für AUKM und ökologischen Landbau

Bereits Anfang Dezember wurden weitere rund 38 Millionen Euro Prämien für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) und den ökologischen Landbau ausgezahlt. „Ich freue mich, dass wir den nach EU-Recht frühestens zulässigen Auszahlungstermin für die Prämien realisiert haben“, so Minister Dr. Wissing.

Rund 21,6 Millionen Euro EU-, Bundes- und Landesmittel für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) wurden an 6.594 Betriebe in Rheinland-Pfalz ausgezahlt. Weitere rund 16,2 Millionen Euro gingen an 1.304 Betriebe des ökologischen Landbaus.

In die Förderung einer besonders umweltverträglichen Bewirtschaftung einbezogen sind rund 210.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sind rund 30 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Rheinland-Pfalz. Insbesondere Betriebe mit Dauergrünland nutzen die angebotenen AUKM und die Förderung des ökologischen Landbaus.

Die AUKM und die Förderung des ökologischen Landbaus sind Bestandteil des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung (EULLE). Die Landwirte gehen hier auf freiwilliger Basis 5-jährige Verpflichtungen ein, mit denen sie sich zu einer besonders umweltschonenden Bewirtschaftung ihrer Flächen verpflichten. Dies kann z. B. der Verzicht auf Düngung sein oder der Anbau einer Mindestanzahl verschiedener Kulturen auf den Ackerflächen eines Betriebes. 

Die Förderung erfolgt flächenbezogen, d. h. je Hektar wird ein für den jeweiligen Programmteil geltender pauschaler Prämiensatz gezahlt. Die Prämien stellen entsprechend den Vorgaben der EU einen Ausgleich für die Bewirtschaftungsauflagen dar und sollen die höheren Aufwendungen oder Ertragsminderungen ausgleichen.

„Mein Dank gilt den Bediensteten der Kreisverwaltungen, des DLR Mosel, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, die in den letzten Monaten hochmotiviert an der Abwicklung der Auszahlungen gearbeitet haben“, so Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220