Wirtschaftsminister Volker Wissing: „Ohne die Chemie geht es nicht!“

„Was wäre Rheinland-Pfalz ohne die Vielfalt der chemischen Industrie?“ Diese Frage stellte Wirtschaftsminister Volker Wissing beim Mittelstandstag des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), in Mainz. Und er gab auch gleich die Antwort: „Ohne Chemie geht es nicht!“ Denn sie gewährleiste eine starke Industrie, Arbeitsplätze, Innovationen und nicht zuletzt Wirtschaftskraft.

Rheinland-Pfalz sei einer der drei Top-Chemiestandorte in Deutschland – durch die BASF und Boehringer Ingelheim, aber auch durch viele kleine und mittelständische Unternehmen, so der Wirtschaftsminister. Rund 80.000 Beschäftigte arbeiteten in diesem Bereich in insgesamt 181 Betrieben. Mit rund 35 Milliarden Euro Umsatz im Jahr sei die Chemieindustrie der umsatzstärkste Wirtschaftszweig in Rheinland-Pfalz.
Mit dem Trend der Chemieunternehmen zur Spezialisierung steige der Fachkräftebedarf in der Branche. Viele Unternehmen befürchteten nun, dass sie Stellen nicht mehr besetzen könnten. „Dem steuern wir entschieden entgegen“, sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing. Die am Ovalen Tisch vereinbarte Fachkräftestrategie sei in der vergangenen Woche fortgeschrieben worden. Und auch die MINT-Initiative der Landesregierung, die Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern solle, zeige erste Erfolge.

Im Wettbewerb um Fachkräfte seien aber auch die Unternehmen selbst gefordert, mahnte der Wirtschaftsminister. Wer weltweit talentierte Mitarbeiter gewinnen wolle, brauche eine Unternehmenskultur der Offenheit, Wertschätzung und Toleranz.

Kern der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie sei nach wie vor die Innovationskraft der Unternehmen. Hier sieht Wirtschaftsminister Wissing die Branche gut aufgestellt: „Wir haben starke Industrienetzwerke, Ideenreichtum und einen kundennahen Mittelstand. Diese Erfolgsfaktoren bieten weiter Wachstumschancen.“ Die Landesregierung setze daher auf eine technologie-offene Innovationspolitik. Die große Aufgabe der Digitalisierung begleite das Land aktiv. “Wir unterstützen gezielt die Kommunen, damit der Breitbandausbau vorankommt“, betonte Wissing. Bis zum Haushaltsjahr 2020 stelle das Land Fördermittel in Höhe von fast 125 Millionen Euro bereit.

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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