Startschuss für Energie-Projekt in der Großregion

Der Lenkungsausschuss des EU-Förderprogramms Interreg V A Großregion hat grünes Licht für das Projekt „Pth4GR²ID - Power to Heat for the Greater Region's Renewables Integration and Development“ gegeben.

Das Interreg-Projekt befasst sich mit der künftigen Organisation des Strom- und Energiemarktes in der Großregion und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für drei Jahre mit 2,6 Millionen Euro gefördert.

Durch den Ausbau der Windkraft und Photovoltaik ist die Stromerzeugung von Sonne und Wind abhängig, sodass im vorhandenen Energieversorgungssystem zeitweise Strom über den aktuellen Bedarf hinaus erzeugt wird. Ziel ist es deshalb, die Wärmepumpen-Technologie als Flexibilitäts- und Speicheroption für den Strom aus Erneuerbaren Energien zu nutzen. Der Vorteil dieser Technologie ist ihre große Einsatzbreite: Im Winter kann sie sowohl zur Wärme- als auch Warmwasseraufbereitung genutzt werden, im Sommer kann die Technik zur Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden.

Bei den rheinland-pfälzischen Projektpartnern handelt es sich um vier Fachbereiche der TU Kaiserslautern. Strategische Projektpartner in Rheinland-Pfalz sind die Energieagentur Rheinland-Pfalz sowie das rheinland-pfälzische Umweltministerium. „Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern untersuchen in diesem grenzüberschreitenden Projekt mit Partnern aus dem Saarland, Lothringen, Luxemburg und Wallonien, wie neue Heizsysteme aus technischer und ökonomischer Sicht künftig aufgebaut sein müssen, um einen konkreten Beitrag zur Energiewende zu leisten“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Um die europäischen Energie- und Klimaschutzziele zu erreichen, die eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2030 vorsehen, müssen Heizsysteme auf Basis fossiler Brennstoffe künftig durch umweltfreundlichere Technologien ersetzt werden. „Wärme aus Erneuerbaren Energien leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und reduziert die Umweltbelastung durch klimaschädliche Treibhausgase“, ergänzte die Umweltministerin.

Die mit EFRE-Mitteln geförderten Interreg-Projekte erleichtern den grenzüberschreitenden Austausch von Ideen und Ressourcen. „Die Interreg-Programme helfen dabei, Europäer zusammenzuführen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Das Wirtschaftsministerium ist die zuständige Behörde für die Interreg A-Programme in Rheinland-Pfalz. „Wir freuen uns, dass unter den 36 bisher genehmigten Interreg A-Projekten im Programm „Großregion“ 28 mit rheinland-pfälzischer Beteiligung sind.“ Nach Abschluss des ersten Projektaufrufs sollen somit rund elf Millionen Euro an EFRE-Mitteln nach Rheinland-Pfalz fließen. Noch bis zum 13. Januar 2017 läuft ein zweiter Projektaufruf.

Die elf Programmpartner aus den Regionen Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Grand Est und Belgien entscheiden bis 2020 über ein Fördervolumen von insgesamt rund 131 Millionen Euro aus dem EFRE-Fonds.

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2550