Schmitt: EU ermöglicht Spitzenforschung am Oberrhein

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat sich im Rahmen der EU-Kampagne „Europa macht‘s möglich“ an der Universität Koblenz-Landau über grenzüberschreitende Forschungsprojekte am Oberrhein informiert. Die Zusammenarbeit von Partnern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz wird durch das grenzüberschreitende EU-Förderprogramm Interreg V A „Oberrhein“ ermöglicht.

„Dank europäischer Fördermittel kann an der Universität Koblenz-Landau gemeinsam mit europäischen Partnern an exzellenten grenzüberschreitenden Forschungsprojekten mit internationaler Wirkung gearbeitet werden. Damit wollen wir den Oberrhein im globalen Wettbewerb noch besser positionieren und gemeinsam Lösungen für die Region entwickeln“, sagte Staatsekretärin Daniela Schmitt vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, das in Rheinland-Pfalz für die Interreg A-Programme zuständig ist. Die Universität Koblenz-Landau erhält in der aktuellen Förderperiode rund drei Millionen Euro an EFRE-Mitteln aus dem Programm Interreg V A „Oberrhein“.

Im Rahmen des Förderprogramms der Europäischen Union soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Menschen, Organisationen und Institutionen am Oberrhein gestärkt werden. In insgesamt elf grenzüberschreitenden Projekten arbeitet die Universität Koblenz-Landau mit Partnern aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass und der Nordwestschweiz zusammen.

Zum Beispiel unterstützt das Projekt „SUMO-RHINE“ Städte und Kommunen der Oberrheinregion beim nachhaltigen Ausbau ihrer Verkehrssysteme. Wissenschaftler entwickeln passende Strategien, Konzepte und Instrumente.

Mit dem Projekt VITIFUTUR wird die Weinindustrie in der Region Oberrhein verstärkt in transnationale Forschungs- und Innovationsvorhaben zur Förderung des nachhaltigen Weinbaus einbezogen. Gemeinsam arbeiten die führenden Institutionen der Oberrheinregion daran, Reben gegen Krankheiten widerstandsfähiger zu machen. Gleichzeitig geht es um den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft zum Thema nachhaltiger Weinbau. 

Das Projekt „Clim’Ability“ unterstützt Unternehmen am Oberrhein bei der Anpassung ihrer Strategien und Prozesse im Hinblick auf den Klimawandel.

Die trinationale Graduiertenakademie „SERIOR“ entwickelt ein grenzüberschreitendes interdisziplinäres Qualifizierungsprogramm für Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs zum Thema grenzüberschreitendes Risikomanagement.

Im Projekt „ECOSERV“ erfassen und analysieren Forscher eine Auswahl an Ökosystemdienstleistungen am Beispiel des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Das sind Leistungen der Natur, die für Menschen eine hohe Bedeutung haben und ihnen Nutzen bringen, wie zum Beispiel Trinkwasser, Brennholz oder Böden für die Landwirtschaft.

Europa macht‘s möglich

Die Veranstaltung ist Teil der EU-Kampagne „Europa macht’s möglich“, die noch bis zum 16. Mai in der Oberrheinregion zahlreiche Angebote und Projekte vorstellt, die mithilfe von EU-Geldern in der Region finanziert wurden und von denen die Bürger aus der Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass und der Nordwestschweiz profitieren. Gemeinsam präsentieren die Partner des Programms Interreg V A „Oberrhein“ mit dieser Veranstaltungsreihe die Erfolge der europäischen Zusammenarbeit. Dazu gehören neben dem Engagement für die nachhaltige Zukunft auch die Themen Ausbildung, Luftqualität, Arbeitsmarkt, Inklusion, Jugend sowie Natur- und Umweltschutz. Das vollständige Programm zur Veranstaltungsreihe „Europa macht’s möglich!“ finden Sie unter www.interreg-oberrhein.eu

Hintergrund Interreg A

Interreg A ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützt wird. Seit Dezember 2015 hat der Begleitausschuss des aktuellen Programms Interreg V A „Oberrhein“ bislang rund 120 Projekte inklusive 35 Kleinprojekten in die Förderung aufgenommen. Bisher wirken in 46 Projekten und 10 Kleinprojekten auch rheinland-pfälzische Partner mit. Die Projekte, die kofinanziert werden, decken vielseitige Themengebiete ab und tragen zur Umsetzung einer spezifisch für den Oberrheinraum entwickelten Strategie bei. Das Fördergebiet Oberrhein umfasst die gesamte Südpfalz sowie die Verbandsgemeinden Dahn und Hauenstein, Baden-Württemberg, das Elsass und die Nordwestschweiz. Auch Einrichtungen aus angrenzenden Gebieten können sich beteiligen. 

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220