Preisverleihung: „Suche Personal – biete attraktives Unternehmen“

Acht vorbildliche Unternehmen, die verschiedene Lösungsansätze gefunden haben, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wurden bei der Veranstaltung „Suche Personal – biete Unternehmen“ der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und des Wirtschaftsministeriums als „Attraktive Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet.

„Die ausgezeichneten Unternehmen sorgen mit beispielgebender Personalpolitik für ihre Zukunft. Fachkräfte gewinnen und an sich binden ist ein entscheidender Faktor. Der Wettbewerb um wertvolle Mitarbeiter hat bereits begonnen und wird sich weiter zuspitzen. Die Preisträger machen sich um ihre Mitarbeiter verdient und sind sehr attraktive Arbeitgeber“, sagte Wirtschaftsministerin Lemke.

Prämiert wurden die Aareon AG, ein IT-Unternehmen für die Immobilienwirtschaft aus Mainz, für eine wegweisende Unternehmenskultur, bei der der Mensch im Fokus steht. Der Mainzer Frisör Pauls wurde für die individuelle Förderung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ein internes Ausbildungsprogramm geehrt. Die MiniTec GmbH & Co. KG aus Schöneberg-Kübelberg erhielt die Auszeichnung für transparente Karrierechancen, eine wertschätzende Personalpolitik und ihr Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde. Die KAMB Elektrotechnik GmbH aus Ludwigshafen wurde für einen hohen Freiheitsgrad bei der Gestaltung des direkten Arbeitsumfeldes prämiert. Außerdem überzeugte sie die Jury mit der Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Das Modehaus Marx GmbH & Co. KG in Trier nahm die Auszeichnung für ein wertschätzendes Miteinander sowie eine lebensphasenorientierte Personalpolitik entgegen. Die Köhler Straßenbau GmbH & Co. KG und Köhler Sonderbau GmbH & Co. KG aus Trier wurden für ihre Aus- und Weiterbildung geehrt. Dadurch werden Fachkräfte gehalten, die ihr neu erworbenes Wissen im Unternehmen gewinnbringend einsetzen können. Die BOMAG GmbH aus Boppard überzeugte durch ihre stärkenorientierten Förder- und Entwicklungsprogramme, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Lebenssituation sowie betriebliche Zusatzleistungen. Die Personalarbeit der Schneider Bau GmbH aus Merxheim zeichnet sich durch die drei Leitmotive Individualität, Flexibilität und Gemeinsamkeit aus. Das Qualifizieren von An- und Ungelernten auf Facharbeiterniveau gehört beispielsweise zu den Kernkompetenzen des Unternehmens.

„Jedes der nominierten Unternehmen überzeugt durch seinen individuellen Weg, mit den demografischen Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Kreativität in der Unternehmens- und Personalpolitik spielte bei der Auswahl eine ebenso große Rolle wie die Nachhaltigkeit der Herangehensweise und der Konzepte“, erläuterte Ulrich Dexheimer, ISB-Vorstandssprecher.

Einen Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft gab Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG, in seinem Vortrag. „Die Chancen von mehr Freiraum, Souveränität und Partizipation überwiegen in der Ära der Digitalisierung deutlich die Risiken. Doch deutsche Unternehmen – Konzerne wie Mittelständler – müssen ‚gute Führung‘ deutlich stärker in den Blick nehmen", lautete sein Fazit.

Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) der Hochschule Ludwigshafen, sprach über die Vorteile der Fachkräftesicherung im regionalen Bündnis: „Letztlich zeigt sich, dass Kooperation in diesem Netzwerk unter dem Strich einen deutlicheren Mehrwert für jeden Betrieb und jede Person generiert als Einzelaktionen.“ Das IBE leitet im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Projekt, koordiniert und begleitet die Netzwerkbildung in den Regionen.

Der Preisverleihung vorangegangen sind im Rahmen des Projekts Lebensphasenorientierte Personalpolitik landesweit 15 Netzwerkveranstaltungen „Regionale Bündnisse Attraktiver Arbeitgeber“, in denen sich über 600 Unternehmensvertreter und regionale Akteure vernetzen und sich branchenübergreifend über Strategien austauschen, wie Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können. Die Ergebnisse aus diesen Regionalbündnissen wurden Ende Oktober im Rahmen der Aktionswoche „Suche Personal – Biete attraktives Unternehmen“ an vier Standorten in Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de

 

Über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB):

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ist das Förderinstitut des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in Mainz. Sie ist zuständig für die Wirtschafts- und Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. Die ISB ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Die Bank ist verantwortlich für die Förderung des Mittelstandes und der Kommunen sowie die Umsetzung der Programme der sozialen Wohnraumförderung.