Förderung landwirtschaftlicher Innovationen – Noch bis 17. Juni bewerben!

Das Förderinstrument „Europäische Innovationspartnerschaft landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) hat zum Ziel, land- und forstwirtschaftliche Innovationen auf den Weg zu bringen. Gefördert wird die Zusammenarbeit von Akteuren aus der land-, forst- und ernährungswissenschaftlichen Praxis, Forschung und Beratung. Der zweite Förderaufruf für EIP-Agri endet am 17. Juni 2019.

Mit dem Förderaufruf unterstützt das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium die Suche nach innovativen praxistauglichen Lösungen für die Landwirtschaft. In den sogenannten Operationellen Gruppen (OG) sollen gemeinsam Innovationen für eine nachhaltige, praxistaugliche und wettbewerbsfähige Landwirtschaft entwickelt werden. Um insbesondere die Digitalisierung im Agrarsektor voranzubringen, liegt im aktuellen Förderaufruf hierauf ein besonderer Schwerpunkt.

Rheinland-Pfalz fördert die praktische Umsetzung innovativer Ideen für eine nachhaltige Landwirtschaft mit insgesamt 6,7 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln. Hiervon stehen drei Millionen Euro für Projekte im Bereich „Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung in der Landwirtschaft“ zur Verfügung. 

Für die Durchführung des zweiten Förderaufrufs unterstützt und berät das Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) potentielle OG aus Rheinland-Pfalz bei der Ideenentwicklung, der Partnersuche sowie bei der Bewerbung. Die Bewerbungsfrist für die Einreichung innovativer Projekte ist der 17. Juni 2019.

Wer über Neuigkeiten zum Förderaufruf informiert werden möchte oder sich Unterstützung bei der Entwicklung einer Projektidee wünscht, kann sich über eip-rlp(at)ifls.de für den Newsletter anmelden oder einen Beratungstermin vereinbaren. Weitere Informationen zum Förderaufruf sowie Informationsmaterial finden Sie auf der Webseite des Entwicklungsprogramms EULLE (http://www.eler-eulle.rlp.de) in der Rubrik Förderaufrufe.

Beispielprojekte aus 1. Förderaufruf:

Im Rahmen des 1. Förderaufrufs EIP-Agri aus 2015 konnten sieben Vorhaben in die Umsetzung gebracht werden. Dafür wurden knapp zwei Millionen Euro an ELER- und Landesmittel zur Verfügung gestellt. Die Vorhaben rheinland-pfälzischer sowie anderer deutscher Operationellen Gruppen sind hier einsehbar: https://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/themen/eip-agri/eip-datenbank/

1) BONA - Backweizen ohne Nitratauswaschung

2) Grünland und Tiergesundheit Eifel 

[„Optimierung des Dauergrünlands, der Weidewirtschaft, des mehrjährigen Ackerfutterbaus und der Futterkonservierung, um so die Wirtschaftlichkeit, Tiergesundheit, Wertschöpfung und Umweltverträglichkeit der Milchviehhaltung in der Grünlandregion nachhaltig zu verbessern.“]

3) MUNTER - Entwicklung eines Managementsystems für Landwirte und Kommunen für mehr Umwelt- und Naturschutz durch einen optimierten Energiepflanzenanbau

4) Hühner werden mobil – Ausweitung der Verwendung von Legehennenmobilställen im ökologischen Landbau in Rheinland-Pfalz

5) Starke Körnerleguminosen – mehr Hülsenfrüchte auf dem Tisch

6) Tierwohl – durch innovatives Fütterungskonzept beim Schwein; Anbau und Verwertung von heimischen Körnerleguminosen und Faserfuttermitteln mit Praxistest in der Schweinefütterung

7) Vernetzung verinselter Biotope (Biodiversitätstaxis 2.0)

Die Fördermaßnahme M16 (EIP) ist eine von zehn Maßnahmen des Entwicklungsprogramms EULLE.

„EULLE“ steht für „Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ für die Förderperiode 2014-2020. EULLE bildet ein Kernstück der Förderung des ländlichen Raums in Rheinland-Pfalz. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 300 Millionen Euro finanziert. Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern etwa in gleicher Höhe.

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220