Becht: EULLE-Programm läuft erfolgreich – Halbzeitziele erreicht

Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht hat als Vorsitzender des EULLE-Begleitausschusses mitgeteilt, dass die Etappenziele 2018 des Entwicklungsprogramms EULLE erreicht sind. Die gute Botschaft sei Ansporn, das EULLE-Programm weiterhin praxisorientiert weiterzuentwickeln, damit unsere Landwirte profitieren, sagte der Staatssekretär bei der Sitzung des Ausschusses am vergangenen Mittwoch in Kaschenbach in der Eifel.

„Das Entwicklungsprogramm EULLE kommt bei den Landwirten an“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht. Die Umsetzung verlaufe gut und habe sich in 2018 beschleunigt. ELER-Mittel in Höhe von 92,68 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. Zwei Drittel der Mittel der bis 2023 laufenden Förderperiode wurden bereits bewilligt. „Damit hat Rheinland-Pfalz die von der EU vorgegebenen Etappenziele für 2018 erfüllt“, so Becht. 

Die Wettbewerbs- und Investitionsinitiative für Landwirtschaft und Weinbau greife. Die Nachfrage nach Förderung des landwirtschaftlichen Wegebaus sowie die Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben seien im laufenden Jahr deutlich angestiegen. Zu dem Erfolg beigetragen haben neben den klassischen Investitionsmaßnahmen oder der Förderung der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie des Ökologischen Landbaus auch der Wettbewerb „Lernort Bauernhof“ der Landwirtschaftskammer. Insgesamt stehen hierfür rund 470.500 Euro aus dem ELER zur Verfügung. 

Zusätzlich wurde der Förderaufruf „Waldbauernschulungen“ mit einem Mittelvolumen von einer halben Millionen Euro gestartet, für Beratungsleistungen der Landwirte stehen 4,1 Millionen Euro bereit. 

Mit dem 2. Förderaufruf EIP AGRI (Europäische Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit) können Projekte mit einem Mittelvolumen von 6,7 Millionen Euro, davon 3,0 Millionen Euro für das Leitthema „Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung“, auf den Weg gebracht werden. 

Für Wissenstransfer und Informationsangebote der sieben Dienstleistungszentren Ländlicher Raum stehen rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. So sollen beispielsweise Managementseminare für Quereinsteiger/Innen oder Digitales Schaderregermonitoring finanziert werden.

Ergänzende Informationen:

“EULLE“ steht für „Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ für die Förderperiode 2014-2020. Das Programm wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 300 Millionen Euro finanziert. Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern etwa in gleicher Höhe.

Der Begleitausschuss, in dem neben Vertretern der Landesregierung Wirtschafts- und Sozialpartner (u.a. Bauernverbände, Kammern), Vertreter der Zivilgesellschaft (u.a. Frauenorganisationen, Umweltverbände, Kirchen), Vertreter lokaler Behörden, des Bundes und der Europäischen Kommission vertreten sind, hat die Aufgabe, die Programmumsetzung zu begleiten und Vorschläge zur Verbesserung und Weiterentwicklung einzubringen.

Nicola Diehl

Pressesprecherin

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

Tel. 06131/16-2220