Wissing: Schnelle Produktion von Schutzvisieren dank 3D-Druck

Die Daimler AG stellt dem Land 2.500 Schutzvisiere zur Verfügung, die im 3D-Druck-Verfahren produziert wurden. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hat die Schutzmasken im Daimler-Werk in Wörth von Werkleiter Dr. Matthias Jurytko entgegengenommen.

„Was unsere Unternehmen leisten, ist großartig. Technologische Kompetenz und ein Blick für das Miteinander im Land zeichnen unsere rheinland-pfälzische Wirtschaft aus“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Die Fahrzeugindustrie ist leistungsfähig – gemeinsam werden wir Antworten auf die aktuellen und auch die zukünftigen Herausforderungen finden. Das gilt gerade auch in dieser Krise“, betonte Wissing und dankte der Daimler AG im Namen der Landesregierung für die Unterstützung. 

„Unser Fokus auf Forschung, Entwicklung, Innovation und neue Technologien ermöglicht uns, schnell auf neue Situationen reagieren zu können. Die Unternehmen zeigen, was unsere Industrie zu leisten vermag. Durch den 3D-Druck können in sehr kurzer Zeit ganz neue Produkte hergestellt werden“, so Wissing. „Von dieser Innovationsfähigkeit profitieren nicht nur die Unternehmen, sondern das ganze Land.“

Derzeit wird persönliche Schutzausrüstung dringend benötigt. Die Daimler AG hatte ad hoc beschlossen, ihre technologische Kompetenz an dieser Stelle einzubringen. Verschiedene Mitarbeiter-Teams haben im internationalen Verbund mehrere tausend Schutzvisiere mittels 3-D-Druckern produziert. „Das schnelle Handeln der Daimler AG zeigt, dass sozialer Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz mehr ist als ein Schlagwort, er wird hier gelebt“, so Wissing.

Die 3D-Drucker fertigen üblicherweise Prototypenteile und Betriebsmittel für die Fahrzeugproduktion. Jetzt produzieren sie Trägerelemente für Gesichtsschilder. Die 2.500 Schilde für Rheinland-Pfalz stammen aus Wörth und dem Großraum Stuttgart, also aus PKW und Truck Werken. Der Werkleiter des Standorts in Wörth, Dr. Matthias Jurytko, hat 2.500 Schutzvisiere an Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing übergeben.

Dr. Matthias Jurytko, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Wörth: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Im internationalen 3D-Druck Produktionsnetzwerk sind vielerorts Know-how und Kapazitäten zur additiven Fertigung vorhanden, die jetzt für die Produktion von Gesichtsschilden genutzt werden. Auch wir in Wörth sind stolz darauf, einen Betrag dazu zu leisten. Die Gesichtsschilde kommen jetzt denen zugute, die in den sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.“

Wissing sprach auch die vom Ministerium gestartete Initiative „Unternehmen helfen Unternehmen“ an. Über 100 Unternehmen hätten sich gemeldet, darunter viele mit Angeboten zur Herstellung von Schutzausrüstung für den medizinischen Bereich, die an das Landesamt für Versorgung weitergegeben wurden. Ebenfalls wurde ein Pool von rheinland-pfälzischen Unternehmen aus dem Bereich der industriellen High-Tech Fertigung wie Sensortechnologie oder 3-D-Druck gebildet, der bei Bedarf zur Herstellung medizinischer Geräte sofort bereitstehe. 

Das Wirtschaftsministerium steht mit allen Unternehmen hinsichtlich möglicher Kooperationen in engem Kontakt. Zudem beraten das Wirtschaftsministerium und die ISB eine Vielzahl von Unternehmen, die Schutzausrüstung herstellen wollen, im Hinblick auf Finanzierungsfragen.

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220