Wissing begrüßt Bundesratsbeschluss zum Risikomanagement

Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hat begrüßt, dass seine bereits im Juni gestartete Initiative, den Agrarsektor angesichts zunehmender Volatilitäten durch ein professionelles Risikomanagement krisenfester zu machen, heute die Unterstützung des Bundesrates erfahren hat.

„Mit der Annahme der Entschließung sendet der Bundesrat ein wichtiges Signal an die vom Klimawandel und den daraus resultierenden Extremwetterereignissen  stark betroffene Land- und Forstwirtschaft. Zugleich wird damit einem der wichtigsten Beschlüsse der Agrarministerkonferenz in Mainz weiterer Nachdruck verliehen,“ sagte Wissing. Die Entschließung fordert zur Verbesserung des Risikomanagements in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben eine Anpassung der Versicherungssteuer und eine Förderung der Mehrgefahrenversicherung.
„Der Klimawandel ist in der Land- und Forstwirtschaft angekommen. Als größter Flächennutzer ist dieser Sektor durch den Klimawandel einem erhöhten Risiko durch Wetterextreme ausgesetzt. In diesem Jahr kommt hinzu, dass das Wasserdefizit aus 2018 bisher nicht ausgeglichen werden konnte. Land- und Forstwirte müssen sich bei ihren Entscheidungen verstärkt auf die Risiken von Wetterextremen einstellen, wobei verlässliche Rahmenbedingungen eine wichtige Unterstützung leisten können“, erläuterte Wissing.

Starkregen, Spätfröste, langanhaltende Trockenheit oder Hitze nehmen an Intensität und Häufigkeit zu, beeinträchtigen zunehmend die Herstellung von Nahrungsmitteln bis hin zur Existenzgefährdung der Betriebe. Dies haben die Jahre 2018 und 2019 deutlich bewiesen. „Ich begrüße es deshalb sehr, dass der Bundesrat heute die Bundesregierung gebeten hat, die Agrarwirtschaft mit einer breiten Palette produktionstechnischer Maßnahmen zu unterstützen“, sagte Wissing. Die  Entschließung fordert eine Absenkung des Versicherungssteuersatzes von 19 Prozent der Versicherungsprämie auf einen ermäßigten Satz von 0,03 Prozent der Versicherungssumme auch auf das Risiko „Dürre“. Zudem geht es um den Einsatz für eine nachhaltige Strategie, wie die Landwirtschaft dem Klimawandel begegnen kann. Dazu soll die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ analog zum Förderbereich Forst  um einen neuen Fördergrundsatz von „Maßnahmen zur Bewältigung der durch den Klimawandel verursachten Folgen für die Landwirtschaft“ zur Unterstützung der Entwicklung einer vielfältigen, klimastabilen Landwirtschaft erweitert sowie eine entsprechende Aufstockung und Mittelbereitstellung zeitnah geprüft werden.

 

 

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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