Schmitt/Hoch: Innovationsstrategie setzt auf Zusammenarbeit und Digitalisierung

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat dem Ministerrat die fortgeschriebene Innovationsstrategie Rheinland-Pfalz Pfalz als Grundlage für die Förderungen im Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung vorgestellt.

 Künftig wird ein stärkerer Fokus auf den interdisziplinären Austausch zwischen definierten Potenzialbereichen gelegt. Eine wichtige Rolle in der Innovationsstrategie nimmt die digitale Transformation ein, die nahezu alle Branchen und Potentialbereiche miteinander verknüpft. Die Innovationsstrategie ist eine wichtige Grundlage für die Förderprogramme aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 „Rheinland-Pfalz setzt auf die Innovationskraft seiner Unternehmen und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie Wissenschaft und Wirtschaft. Forschung und Entwicklung sind die Basis für den nationalen und internationalen Erfolg unserer Unternehmen. Nur wer am Puls der Zeit ist, kann sich im Wettbewerb behaupten. Wir fördern und unterstützen unsere Unternehmen beim Ausbau ihrer FuE-Aktivitäten sowie bei der Vernetzung untereinander“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt anlässlich der Ministerratsberatung über die Innovationsstrategie.

Wissenschaftsminister Clemens Hoch hebt hervor: „Herausragende Forschung in zukunftsträchtigen Anwendungsfeldern ist der Treiber für Innovation. Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ihren vielfältigen Kooperationspartnern sind Garanten für die weitere Stärkung des Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz. Mit der Fortschreibung der Innovationsstrategie setzen wir den gezielten Aufbau- und Ausbau von Infrastrukturen und Schlüsselkompetenzen in Forschung und Entwicklung fort. Zugleich setzen wir auf frühzeitigen, engen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft über kreative Köpfe: In Promotionsprojekten bringen hochqualifizierte Hochschulabsolventen ihr Wissen direkt in die unternehmerische Praxis ein.“

In der Innovationsstrategie werden sechs Potenzialbereiche beschrieben und analysiert sowie innovationsrelevante Handlungsfelder abgeleitet. Als langfristige Dachstrategie für den Einsatz und die Weiterentwicklung von Instrumenten der Innovations- und Technologiepolitik in Rheinland-Pfalz führt sie die Strategieansätze des Landes zusammen. Zudem ist die Innovationsstrategie Rheinland-Pfalz eng mit dem EFRE-Programm für 2021 bis 2027 verknüpft und stellt eine grundlegende Voraussetzung für die Kofinanzierung von Vorhaben aus dem Bereich Forschung und Innovation mit EFRE-Mitteln dar.

Die Potenzialbereiche werden mit der Innovationsstrategie in diesem Jahr fortgeschrieben. Künftig wird jedoch ein stärkerer Fokus auf den interdisziplinären Austausch zwischen den Potenzialbereichen gelegt, zum Beispiel durch die Förderung von Cross-Innovationen und technologieorientierten Netzwerken und Clustern aber auch andere Formate des Technologietransfers.
Eine herausragende Rolle nimmt die digitale Transformation als Querschnittsbereich ein, der nahezu alle Branchen und Potentialbereiche miteinander verknüpft.

Hintergrund
Die Innovationsstrategie Rheinland-Pfalz wurde erstmals im Jahr 2014 veröffentlicht. Nun wird sie mit Blick auf das kommende EFRE-Programm fortgeschrieben und angepasst.

Die Strategie identifiziert sechs Potenzialbereiche in Rheinland-Pfalz:
Potenzialbereich 1: Energie, Umwelttechnik, Ressourceneffizienz
Potenzialbereich 2: Werkstoffe, Material- und Oberflächentechnik
Potenzialbereich 3: Mikrosystemtechnik, Sensorik, Automation
Potenzialbereich 4: Lebenswissenschaften und Gesundheitswirtschaft
Potenzialbereich 5: Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie
Potenzialbereich 6: Informations- und Kommunikationstechnik, Softwaresysteme, Künstliche Intelligenz

Aus den Potentialbereichen wurden sechs innovationsrelevante Handlungsfelder abgeleitet:
1. Der gezielte Ausbau und die Vernetzung der FuE-Einrichtungen,
2. die nachhaltige Steigerung der FuE-Aktivitäten von Unternehmen, insbesondere von KMU,
3. die Erhöhung der Zahl an technologieorientierten und wissensintensiven Gründungen,
4. die Weiterentwicklung des Wissens- und Technologietransfers in neuartigen und agilen Ansätzen,
5. die Stärkung, Sichtbarkeit und Vernetzung von nachhaltigen und wertschöpfungsorientierten Cluster- und Netzwerkstrukturen, sowie
6. das aktive Vorantreiben der digitalen Transformation unter der aktiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürgern.


Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2550