Schmitt warnt vor Gegenmaßnahmen im Handelsstreit

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat mit Blick auf den Handelskonflikt mit den USA rund um Airbus vor weiteren Strafzöllen gewarnt. Die EU sollte ihre Möglichkeit, ebenfalls Strafzölle auf Flugzeugteile zu erheben, nicht nutzen, forderte Schmitt auf der Festveranstaltung zum 5-jähirgen Bestehen des Kompetenzzentrum USA der IHK Koblenz.

„Strafzölle schaden. Wenn beide Seiten profitieren – und das tun sie beim Handel, sonst gäbe es schlichtweg keinen Handel – dann kann man nicht anderen schaden, ohne sich selbst weh zu tun“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt auf der Festveranstaltung zum 5-jähirgen Bestehen des Kompetenzzentrum USA der IHK Koblenz. Die Staatssekretärin forderte die Europäische Union mit Blick auf den Handelskonflikt mit den USA rund um Airbus auf, auf Gegenmaßnahmen wie Strafzölle auf Flugzeugteile zu verzichten. „Drohungen, Eskalationen und gegenseitige Vergeltungsmaßnahmen sind nicht der richtige Weg“, sagte Schmitt.

Die Wirtschaftsstaatssekretärin wies stattdessen auf die Erfolgsgeschichte der Europäischen Union hin. Die Einbindung Osteuropas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs habe „einen gemeinsamen Binnenmarkt mit umfassenden wirtschaftlichen Freiheiten für über 500 Millionen Konsumenten“ entstehen lassen. „Das ist aus meiner Sicht eine echte Erfolgsgeschichte – zumal der freie Handel und die internationale wirtschaftliche Integration in allen Regionen, wenn auch in unterschiedlichem Maße, weltweit für zusätzliches Wachstum und zusätzlichen Wohlstand sorgen“, sagte Schmitt.

Zudem seien die Unternehmen in  Rheinland-Pfalz stark in den Welthandel eingebunden. Deutlich mehr als jeder zweite Euro werde von den rheinland-pfälzischen Unternehmen im Export erwirtschaftet. Das sei eine Spitzenposition Innerhalb Deutschlands, sagte Schmitt. Die USA seien nach Frankreich der wichtigste Handelspartner. „Auch das zeigt, was für beide Seiten auf dem Spiel steht, wenn die Handelskonflikte eskalieren sollten“, so die Staatssekretärin.

Schmitt dankte der IHK für ihr Engagement für den Handel mit den USA und der wichtigen Arbeit des Kompetenzzentrums. Die Zukunft sieht die Wirtschaftsstaatssekretärin optimistisch: „Trotz aller Besorgnis gibt es für mich keinen Grund zur Schwarzmalerei. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Ländern ruhen auf einem starken Fundament und ich bin mir sicher: Wir werden die aktuellen Krisen bewältigen.“

 

 

Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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