Schmitt: Land unterstützt Innovationsvorhaben mit 424.000 Euro

Die Firma Lohmann möchte ein lösemittelbasierte durch ein wasserbasiertes, und damit umweltfreundlicheres Klebe-System ersetzen Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Innovationsvorhaben mit rund 424.000 Euro. Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat den Förderbescheid in Neuwied übergeben.

„Der Erhalt und der Ausbau der Innovationsfähigkeit von Rheinland-Pfalz ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Unsere Unternehmen investieren in Forschung und Entwicklung. So bleiben sie wettbewerbsfähig. Das sichert Arbeitsplätze“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Übergabe eines Förderbescheides in Höhe von rund 424.000 Euro an die Geschäftsführung der Lohmann GmbH & Co. KG in Neuwied. „Die Firma Lohmann zeigt: Innovation und Ressourcenschutz sind keine Gegensätze. Durch die neu zu entwickelnde Technik wird gleichzeitig auch ein positiver Effekt für die Umwelt erreicht. Das ist doppelt gut für das Land und damit auch für die Menschen“, so Schmitt.

Als Förderbank des Landes setzt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) das Programm InnoTop um. „Nachhaltige Innovationen und technische Weiterentwicklungen sichern den zukünftigen Erfolg rheinland-pfälzischer Unternehmen. Daher trägt die ISB gerne dazu bei, die technischen und finanziellen Risiken von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu mindern und so den Mittelstand zu unterstützen“, erläuterte Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB.

Die Lohmann GmbH & Co. KG verfügt bereits über Expertise bei Epoxidklebebändern, die durch ultraviolettes Licht ihre Klebwirkung entfalten. Bei einem UV-härtenden Epoxidharzklebefilm ist keine Wärmeeinbringung notwendig, weshalb auch thermisch sensible Materialien gefügt werden können. Allerdings basiert diese Fügetechnik auf einem lösemittelbasierten Herstellprozess. Mit Hilfe der Fördermittel will das Unternehmen das bisherige lösemittelbasierte System durch ein wasserbasiertes System ersetzen und damit eine Ressourcen schonendere Herstellung ermöglichen. Zugleich sollen die Klebebänder künftig aber auch höhere Ansprüche an die Beständigkeit erfüllen.

Die Firma Lohmann wurde 1851 in Frankfurt am Main gegründet und ist heute ein führendes Unternehmen im Bereich technischer Klebeprodukte mit Hauptsitz in Neuwied. An 29 internationalen Standorten, mit über 1800 Mitarbeitern und mit 50 Vertriebspartnern weltweit bietet Lohmann kundenspezifische Klebelösungen für verschiedenste Industriezweige.
Kernmärkte des Unternehmens sind Klebe- und Verbindungslösungen für den Gebrauch in der Konsumgüterindustrie, im Bereich der Erneuerbaren Energien, in der Druckindustrie, Automobilbau, Bauindustrie, Elektronik, für Hygieneprodukte, zur Ausrüstung von OP-Textilien und OP-Zubehör und in der medizinischen Diagnostik. Weiterhin werden Beschichtungssysteme für verschiedene Industriezweige gefertigt.

Die Fördermittel stammen aus dem Technologieförderungsprogramm InnoTop des Wirtschaftsministeriums, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert wird.