Schmitt: Kultur- und Kreativbranche macht einen Standort lebendig

Cochem-Zell, Trier-Saarburg, Germersheim, der Westerwaldkreis und Frankenthal: Der ländliche Raum setzt Maßstäbe in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Nirgendwo sonst in Deutschland ist der Anteil der Beschäftigten in der Branche relativ zur Gesamtwirtschaft stärker gestiegen. Grund genug für den Branchenverband Descom bei den 19. Designgesprächen den Blick aufs Land zu richten.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt wies in diesem Zusammenhang auf die „Magnetwirkung“ der Kreativbranche hin.

„Design ist bedeutend – über das Produkt hinaus. Die Kultur- und Kreativbranche macht einen Standort interessant, lebendig und wertvoll. Damit zieht die Branche andere Unternehmen nach wie ein Magnet. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann somit einen beachtlichen Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums mit identitätsstiftenden Effekten in der Regionalentwicklung leisten“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt zur Eröffnung der 19. Mainzer Designgespräche, die diesmal unter dem Titel „Land in Sicht – Chancen der Provinz“ den ländlichen Raum würdigten.
„Es ist mir ein großes Anliegen, die ländlichen Räume zu stärken und attraktiv zu machen. Ebenso wie die Innenstädte, birgt auch der ländliche Raum enormes Potential. Dieses gilt es zu erkennen und entsprechend zu nutzen. Der Kultur- und Kreativwirtschaft kommt dabei eine bedeutende Rolle zu“, sagte Schmitt.

Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang auf den aktuellen „Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft 2020“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hin. Der Bericht zeige auf, dass sich die Branche auch abseits der Großstädte und Ballungsräume vielerorts sehr dynamisch entwickelt. So waren die Landkreise Cochem-Zell und Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz die Kreise mit dem stärksten relativen Wachstum des Beschäftigtenanteils 2009 bis 2019 in Deutschland Zudem sind mit Germersheim, dem Westerwaldkreis und Frankenthal drei weitere Regionen unter den Top 10 in Deutschland.

„Die Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft sind mit ihren Beiträgen zu Wachstum, Beschäftigung und Standortentwicklung ein bedeutender Teil der Gesamtwirtschaft in Rheinland-Pfalz“, sagte Schmitt. Die Landesregierung unterstütze die Unternehmen und Selbstständigen mit entsprechenden Förderprogramm und verhelfe der Branche mit dem Designpreis zu mehr Sichtbarkeit.


Susanne Keeding
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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