Schmitt: Betriebe resilient und zukunftsfest aufstellen – verbesserte Betriebsberatung startet

Zum 1. Juli wird das Beratungsprogramm Mittelstand (MITT) mit verbesserten Konditionen angeboten. Das hat Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt mitgeteilt. „Insbesondere die von der Pandemie sowie der Flutkatastrophe schwer getroffenen Unternehmen haben einen erhöhten Beratungsbedarf bei der zukünftigen Ausrichtung ihres Geschäftsmodells“, so Schmitt. „Hierbei unterstützt das Wirtschaftsministerium mit einer verbesserten Betriebsberatung.“

„Um die Wirtschaft insbesondere infolge der Pandemie resilienter und zukunftsfähig aufzustellen, gibt es seitens der Betriebe erhöhten Beratungsbedarf zur strategischen Betriebsausrichtung, zu neuen oder veränderten Geschäftsmodellen. Diesem Anliegen kommt die Landesregierung sehr gerne nach und verbessert dafür das bestehende Beratungsprogramm MITT“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt

Viele Unternehmen insbesondere aus der von der Pandemie schwer getroffenen Hotel- und Gastronomiebranche sowie aus dem Ahrtal hatten den Wunsch nach Beratung für den eigenen Betrieb an das Wirtschaftsministerium herangetragen. Auch der Dehoga und das Wirtschaftsministerium standen hierzu in engem Austausch.

„Ich begrüße es ausdrücklich, wenn Unternehmen die herausfordernde Zeit, die sie in den vergangenen beiden Jahren hatten, auch dazu nutzen, ihr Geschäftsmodell zu optimieren, der neuen Marktsituation anzupassen und trotz aller Belastung auch Chancen sehen und ergreifen, ihren Betrieb zu modernisieren und strategisch neu auszurichten“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. 

Beratungen zu verschiedenen Fragestellungen der Unternehmensführung seien dabei ein hilfreiches Instrument. „Jeder Unternehmer muss sich damit regelmäßig beschäftigen. Und weil die Zeiten so herausfordernd sind, wollen wir die Betriebe noch besser unterstützen. Es ist wichtig, dass wir denen, die besonders hart von den Folgen der Pandemie betroffen sind, dabei helfen, sich resilient und zukunftsfähig aufzustellen“, betonte die Ministerin. 

„Ich denke hier insbesondere an die schwer getroffene Hotel- und Gastronomiebranche. Aber gerade auch die Betriebe im Ahrtal und der Eifel, die zusätzlich von der schweren Flutkatastrophe getroffen sind. Sie haben enorme Bedarfe und benötigen für ihren Wiederaufbau und eine damit verbundene Modernisierung und Neuausrichtung umfassende Beratung. Das Beratungsprogramm ist ein wichtiger Baustein, um unsere Betriebe in eine gute Zukunft zur führen“, betonte Schmitt. 

„Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie, und ganz besonders nach der verheerenden und zerstörerischen Flutkatastrophe im Ahrtal, steht der Tourismus insgesamt vor großen Herausforderungen. Für viele Gastgewerbebetriebe ist es eine existentielle Entscheidung ob, und wenn ja, mit welchem Leistungsangebot sie ihren Betrieb fortführen können. Mit einer branchenspezifischen Betriebsberatung können diese Entscheidungswege erleichtert und den Gastgebern wichtige Schritte auf dem Weg zu neuen und im rheinland-pfälzischen Tourismusmarkt zukunftsstarken Betriebsstrukturen aufgezeigt werden. Mein Dank gilt auch deshalb ausdrücklich der Wirtschaftsministerin, die mit Blick auf die krisengebeutelte Branche und die Tourismusstrategie 2025 des Landes Rheinland-Pfalz die aktuellen Förderbedingungen ausgeweitet und damit den Zugang zur Beratungsförderung für die Unternehmen deutlich erleichtert hat“, so Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz

Zum Programm:

Um einem erhöhten Beratungsbedarf nachzukommen, werden ab 1. Juli für sechs Monate die Konditionen des Beratungsprogramm Mittelstand verbessert. Die Förderquote für Neuanträge wird von 50 auf 75 Prozent, sowie der Tageshöchstsatz von 400 auf 750 Euro (Zuschuss für max. 15 Tagewerke) erhöht. Betriebe können damit im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 bis zu 11.250 Euro Beratungszuschuss beantragen statt der vorherigen Maximalhöhe von 6.000 Euro. 

Anträge müssen bis 31.12.2022 gestellt werden, die Beratung kann auch 2023 erfolgen. Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss zu den Beratungskosten in Höhe von 75 Prozent. Betriebe können einen Antrag bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) stellen. Fördergegenstand können Beratungen über alle strategischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Fragen der Unternehmensführung sowie Fragen zum Produkt- und Kommunikationsdesign sein.

„Eine professionelle Beratung unterstützt Unternehmen oftmals sehr dabei, Potenziale und Herausforderungen objektiv einzuschätzen, nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln und so die langfristige Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu steigern. Daher freut es uns sehr, entsprechende Maßnahmen noch umfassender bezuschussen zu können“, erklärte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB.  

Alle Infos zum Programm MITT und zu Anträgen finden Sie zum Programmstart ab 1. Juli 2022 auf den Seiten der ISB unter: isb.rlp.de/foerderung/136.html

Nicola Diehl 
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220