Schmitt: 963.000 Euro für barrierefreie Stadt und Feste in Alzey

Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretärin Daniela Schmitt hat einen Förderbescheid in Höhe von rund 963.000 Euro an den Bürgermeister der Stadt Alzey Christoph Burkhard überreicht. Mit den bewilligten Mitteln des Landes und der Europäischen Union soll der Festplatz sowie das Museumsumfeld samt Wegeverbindung in die Innenstadt barrierefrei erschlossen werden. Die Stadt Alzey ist Teil einer Modellregion für barrierefreies Reisen.

„Alzey will Reisen und Stadtfeste für Alle ermöglichen und schnürt dafür ein ganz besonderes Paket. Das unterstützten wir als Land sehr gerne. Bei uns sind alle Gäste herzlich willkommen. Mit der jetzt bewilligten Förderung wird die Innenstadt von Alzey ein ganzes Stück weit barrierefreier und damit attraktiver für Gäste, Besucher und die Alzeyer selbst“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Übergabe des Förderbescheides in Höhe von rund 963.000 Euro an Stadtbürgermeister Christoph Burkhard. Mit den Mitteln soll der Festplatz von Alzey sowie das Museumsumfeld mit Gehweganbindung in die Innenstadt barrierefrei gestaltet werden. Die Maßnahmen ergänzen den inneren barrierefreien Umbau des Museums mit neuer Steinhalle und Touristinformation.

Für ihr Vorhaben erhält die Stadt Alzey fast eine Million Euro aus Mitteln des Landes sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Rund 567.000 Euro kommen von der EU, rund 396.000 Euro vom Land. 

Für Innenstadtfeste wird in Alzey meist das Parkdeck der Tiefgarage als Festplatz genutzt. An Alzeys größtem Winzerfest steht hier mit der Wein- und Sektterrasse das große Festzelt.
Mit den nun bewilligten Fördermitteln werden der Festplatz von Alzey (Parkdeck Tiefgarage) sowie das Museumsumfeld barrierefrei gestaltet. Dazu gehört auch eine barrierefreie Gehwegführung südlich des Museums, so dass auch die Innenstadt mit ihren Geschäften, Restaurants, Cafés und Hotels gut erreichbar ist. 

Zudem werden ein barrierefreies öffentliches WC am Festplatz und ein Aufzug in die Tiefgarage errichtet. Die derzeit auf dem Parkdeck befindlichen barrierefreien Parkplätze befinden sich nach dem Umbau im UG der Tiefgarage und sind über den barrierefreien Aufzug erreichbar. 

Auch die im Umfeld des Museums vorhandene Bushaltestelle möchte die Stadt im Anschluss barrierefrei umbauen, Bahnreisende könnten dann mit dem Bus barrierefrei vom Bahnhof an den Festplatz gelangen.

Vor gut einem Jahr hatte Alzey rund 1,4 Millionen Euro erhalten, um das städtische Museum um eine Steinhalle zu erweitern und barrierefrei zu gestalten. Die jetzige Förderung ergänzt diese Maßnahmen und trägt insgesamt zu mehr Barrierefreiheit in Alzey bei. Die Stadt Alzey ist Teil der Modellregion „Alzeyer Land / Rheinhessische Schweiz“ für barrierefreies Reisen. 

„Das Land unterstützt Kommunen dabei, noch attraktiver für Touristen zu werden. Barrierefreie Angebote würden von allen geschätzt: Von Menschen mit Beeinträchtigung, aber auch von älteren Menschen oder Familien mit Kinderwagen. Barrierefreiheit macht eine Stadt attraktiver“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Die barrierefreie Gestaltung sei zudem ein wichtiger Baustein, um die Aufenthaltstage der Gäste in den Regionen des Landes zu verlängern und damit die Wertschöpfung zu erhöhen. 

„Der innerstädtische Einzelhandel hat es zunehmend schwerer sich gegen den Online-Handel zu behaupten. Innenstädte haben aber einen ganz entscheidenden Vorteil, nämlich ein Besuchserlebnis zu bieten, dass es im Internet so natürlich nicht gibt. Dazu braucht es neben dem Branchenmix im Einzelhandel auch Ärzte, Apotheken, Gastronomie, Hotellerie und kulturelle Angebote, die gesamt betrachtet, das urbane Leben letztlich ausmachen. Alzey ist eine historische Stadt mit einer hübschen Innenstadt, die Besuchszahlen im Tourismus steigen kontinuierlich. Diese positive Entwicklung bedarf öffentlicher Investitionen in unsere Infrastruktur wie aktuell z. B. in unser Museum und in die Barrierefreiheit. Ich danke hier ausdrücklich dem Land und der EU für die großzügige Förderung von 85 Prozent“, so Christoph Burkhard.  

Nicola Diehl 
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220