Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vereinbaren dauerhafte Fortführung der Zusammenarbeit im „Erdbebendienst Südwest“

„Der gemeinsame Erdbebendienst hat sich bewährt. Er bündelt Kompetenzen und gewährleistet eine schnelle und zuverlässige Information der Bevölkerung", sagten Minister Dr. Volker Wissing und Minister Franz Untersteller (BW).

Die Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden ihre bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit im Verbund „Erdbebendienst Südwest“ dauerhaft fortsetzen. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung haben der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller unterzeichnet. Die bestehende Zusammenarbeit gibt es bereits seit 2009.

„Der Erdbebendienst Südwest hat sich in den vergangenen Jahren vielfach bewährt“, sagten die beiden Minister Wissing und Untersteller. „Es ist daher konsequent und richtig, dass wir den gemeinsamen Betrieb zeitlich unbegrenzt fortsetzen.“

Der gemeinsame Erdbebendienst bündele Kompetenzen, sei effizient bei der Überwachung von seismischen Aktivitäten und gewährleiste eine schnelle und zuverlässige Informationsweitergabe an Behörden, Medien und Bevölkerung im Erdbebenfall. „Beide Länder profitieren von der Zusammenarbeit“, hoben Wissing und Untersteller hervor.

Die Bevölkerung wird in beiden Ländern schnell über Beben informiert

Das Verbundkonzept „Erdbebendienst Südwest“ konzentriert die wissenschaftlich-technischen Abläufe der seismischen Überwachung beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg. Der in Baden-Württemberg praktizierte automatische Erdbebenmeldedienst und die manuelle Datenauswertung werden von Freiburg aus für beide Bundesländer gemeinsam koordiniert. Von Rheinland-Pfalz aus erfolgt die Betreuung der lokalen Messstationen sowie Beratung und behördliche Belange und die das Land betreffende Öffentlichkeitsarbeit. Der Erdbebendienst ist in Rheinland-Pfalz in das System KATWARN integriert, so dass die Bevölkerung auch auf diesem Weg via Smartphone-App informiert werden kann.

„Durch den Verbund der Erdbebendienste können Informationen für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt werden“, betonten Minister Volker Wissing und Minister Franz Untersteller. „Damit stellen wir nicht nur sicher, dass die Bevölkerung bei spürbaren Erdbeben schnell informiert wird, sondern können im Ernstfall auch umgehend und effizient reagieren und koordinieren.“

Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) Rheinland-Pfalz informiert über Erdbeben in Rheinland-Pfalz unter www.lgb-rlp.de.
Informationen zu Erdbeben in Baden-Württemberg sind auf der Internet-Seite des LGRB unter www.lgrb-bw.de/erdbeben zu finden.

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. 06131/16-2220